Streiflichter

Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.

250 Millionen

Der deutsche Kulturminister Wolfram Weimer hat der Filmförderung einen Beitrag von 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ab 2026 soll das bisherige Budget für die Anreizförderung auf diese Summe verdoppelt werden. Die Mittel müssen jedoch noch im Rahmen des allgemeinen Bundeshaushalts genehmigt werden. Eine Investitionspflicht für Onlineplattformen ist ebenfalls in Arbeit.

Filmmuseum

Vor 20 Jahren wurde im kleinen Ort Melgaço in Nordportugal ein Filmmuseum eröffnet. Der französische Filmkritiker und Kurator Jean-Loup Passek (1936–2016) stiftete dafür seine umfangreiche Privatsammlung, eine der grössten ihrer Art mit Filmplakaten und kinematographischen Objekten. Sie umfasst historische Geräte des PräKinos bis zur Zeit der Brüder Lumière, darunter Laterna magica, Phenakistiskop, Zoetrop und Praxinoskop.

50:50

Das 2019 nach BBC-Vorbild gestartete «50:50 Equality Project» ist Teil eines globalen Netzwerks mit 145 Organisationen in über 30 Ländern. Drei Viertel der Organisationen, die zuvor unter 50 Prozent Frauenanteil lagen, konnten ihre Zahlen verbessern. Die SRG verfolgt seit 2021 mit ihrer Initiative «Chance 50:50» das Ziel, der männlichen Dominanz von 75 Prozent allgemein in den Medien entgegenzuwirken.

Digitalen Daten

Im Juni 2025 wurde in Kanada die Digital Services Tax (DST) aufgehoben, um Handelsgespräche mit den USA neu zu starten. Die ursprünglich im Juni 2024 eingeführte 3-ProzentSteuer betraf digitale Umsätze grosser Unternehmen in Kanada, etwa aus Werbung, Marktplatzdiensten oder der Nutzung von Nutzerdaten.

75'000 Franken

Die vier nationalen FilmherstellerVerbände ARF/FDS, GARP, IG und SFP haben gemeinsame Lohn- und Honorarempfehlungen für Regie und Drehbuch bei Schweizer Kino-Produktionen verabschiedet. Zentrales Instrument ist der ARF/FDS-Aufwandrechner zur Ermittlung fairer Vergütungen. Neu gilt beim Spielfilm eine Mindestvergütung von 75’000 Franken fürs Drehbuch; bei der Regie liegen die Empfehlungen zwischen 90’000 Franken und 135’000 Franken. Beim Dokumentarfilm steht die Berücksichtigung des Zeitaufwands im Fokus.

Luna Wedler gewinnt Preis in Venedig

Die Schweizer Schauspielerin Luna Wedler wurde am Filmfestival in Venedig mit dem «Marcello Mastroianni»-Preis für die beste aufstrebende Schauspielerin ausgezeichnet. Sie war im Wettbewerb im Film «Silent Friend» von Ildikó Enyedi (Koproduktion zwischen Deutschland, Ungarn, Frankreich) zu sehen.

Schweizer Präsenz in Venedig

Die schweizerisch-italienische Koproduktion (Amka Films) «Elisa» von Regisseur Leonardo di Costanzo feiert am Festival in Venedig seine Weltpremiere, zeitgleich mit den Spielfilmen «A-bras-le-corps» von Marie-Elsa Sgualdo (Box Productions) und«Memory of Princess Mumbi» von Damien Hauser und den Dokumentarfilmen «Qui vit encore?» (Akka Films) von Nicolas Wadimoff sowie «Il quieto vivere» (Elefant Films, Genève) des italienischen Regisseurs Gianluca Matarrese.

Pardo für Schweizer Film

Levan Gelbakhiani wurde am Locarno Film Festival mit dem Pardo für die beste schauspielerische Leistung «Don't Let the Sun» von Jacqueline Zünd ausgezeichnet. Der Schweizer Film feierte seine Weltpremiere im Concorso Cineasti del Presente.

Neuchâtel Film Commission

Die Vizepräsidentin von Neuchâtel Films, Florence Adam kündigte die zukünftige Gründung der Neuchâtel Film Commission an. Ein Anreizfonds für den Film in der Region wird derzeit auf politischer Ebene erarbeitet. Die Neuchâtel Film Commission könnte im Sommer 2026 entstehen.

«Heldin» zu den Oscars

Das Bundesamt für Kultur (BAK) schickt «Heldin» (Produktion Zodiac Pictures) von Petra Volpe als offiziellen Schweizer Beitrag ins Rennen um eine Nominierung für die 98. Academy Awards® in der Kategorie «International Feature Film»

Colin Farrell am ZFF

Das Zurich Film Festival zeichnet Colin Farrell mit dem Golden Icon Award aus. Der irische Schauspieler wird in Zürich zu Gast sein.

Engagement gegen Persönlichkeitsverletzungen

Im Rahmen des Locarno Film Festivals haben fünf Fachverbände aus der Westschweiz, die die Vielfalt der Berufe im Filmbereich abdecken, eine gemeinsame Vereinbarung zur Prävention von Persönlichkeitsverletzungen im audiovisuellen Bereich unterzeichnet. Die von Cinéforom initiierte Vereinbarung enthält eine Liste von Verpflichtungen für Produktionen sowie eine Kommission zur Kontrolle und Schlichtung. Sie tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.