87 Jahre
Mit Claudia Cardinale ist eine Ikone des italienischen Kinos der 1960er Jahre gestorben.
Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.
Mit Claudia Cardinale ist eine Ikone des italienischen Kinos der 1960er Jahre gestorben.
Im Rahmen von AgoraEU soll künftig die Förderung von audiovisuellen Inhalten mit der von Medienunternehmen zusammengelegt werden und das Creative Media-Programm ersetzen. Weil zudem die Bezeichnung «unabhängige Produktion» gestrichen wurde, und nun auch nicht-europäische und nicht beitragszahlende Unternehmen förderfähig sind, sehen Produzenten eine Gefahr für den unabhängigen Autorenfilm und haben einen offenen Brief verfasst.
Robert Redford ist gestorben. Neben seiner Karriere als Schauspieler hat der US-Amerikaner sich vor allem mit der Gründung des Sundance-Filmfestival, das zu den wichtigsten Plattformen des Autorenkinos zählt, verdient gemacht. Das Festival besteht seit 41 Jahren.
Mit dem Animationsfilm «K-Pop Demon Hunters» bricht Netflix neue Rekorde, indem es das meistgesehene Originalwerk der Onlineplattform ist. Es handelt sich im Übrigen um eine vollständig US-amerikanische Produktion, die Elemente koreanischer Kultur durchdekliniert und die Erfolgsformel koreanischer audiovisueller Erzeugnisse reproduziert.
Schauspieler Idris Elba beteiligt sich am Aufbau eines Filmstudiokomplexes in der tansanischen Region Sansibar. «Zollywood» oder «Zawoo», wie der Standort genannt werden könnte, soll sich auf über 80 Hektar erstrecken und Hollywood oder Bollywood Konkurrenz machen. Ein Filmfond von 50 Millionen US-Dollar ist zur Unterstützung in Planung.
Mit «Respect Copyright» haben 2006 die fünf Schweizer Verwertungsgesellschaften Suissimage, Suisa, SSA, Swissperform und ProLitteris ein Projekt ins Leben gerufen, das Jugendlichen anschaulich am Beispiel des Musiksektors die Grundlagen des Urheberrechts vermittelt.
Das Kulturministerium verweigerte dem griechischen Regisseur Yorgos Lanthimos die Erlaubnis, seine neue Science-Fiction-Komödie «Bugonia» auf der Akropolis in Athen zu drehen. Begründet wurde dies damit, dass das Thema nicht mit der Bedeutung und dem kulturellen Wert der Akropolis vereinbar sei, unter anderem wegen einer geplanten Szene mit vielen Leichen.
Der deutsche Kulturminister Wolfram Weimer hat der Filmförderung einen Beitrag von 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ab 2026 soll das bisherige Budget für die Anreizförderung auf diese Summe verdoppelt werden. Die Mittel müssen jedoch noch im Rahmen des allgemeinen Bundeshaushalts genehmigt werden. Eine Investitionspflicht für Onlineplattformen ist ebenfalls in Arbeit.
Vor 20 Jahren wurde im kleinen Ort Melgaço in Nordportugal ein Filmmuseum eröffnet. Der französische Filmkritiker und Kurator Jean-Loup Passek (1936–2016) stiftete dafür seine umfangreiche Privatsammlung, eine der grössten ihrer Art mit Filmplakaten und kinematographischen Objekten. Sie umfasst historische Geräte des PräKinos bis zur Zeit der Brüder Lumière, darunter Laterna magica, Phenakistiskop, Zoetrop und Praxinoskop.
Das 2019 nach BBC-Vorbild gestartete «50:50 Equality Project» ist Teil eines globalen Netzwerks mit 145 Organisationen in über 30 Ländern. Drei Viertel der Organisationen, die zuvor unter 50 Prozent Frauenanteil lagen, konnten ihre Zahlen verbessern. Die SRG verfolgt seit 2021 mit ihrer Initiative «Chance 50:50» das Ziel, der männlichen Dominanz von 75 Prozent allgemein in den Medien entgegenzuwirken.
Im Juni 2025 wurde in Kanada die Digital Services Tax (DST) aufgehoben, um Handelsgespräche mit den USA neu zu starten. Die ursprünglich im Juni 2024 eingeführte 3-ProzentSteuer betraf digitale Umsätze grosser Unternehmen in Kanada, etwa aus Werbung, Marktplatzdiensten oder der Nutzung von Nutzerdaten.
Die vier nationalen FilmherstellerVerbände ARF/FDS, GARP, IG und SFP haben gemeinsame Lohn- und Honorarempfehlungen für Regie und Drehbuch bei Schweizer Kino-Produktionen verabschiedet. Zentrales Instrument ist der ARF/FDS-Aufwandrechner zur Ermittlung fairer Vergütungen. Neu gilt beim Spielfilm eine Mindestvergütung von 75’000 Franken fürs Drehbuch; bei der Regie liegen die Empfehlungen zwischen 90’000 Franken und 135’000 Franken. Beim Dokumentarfilm steht die Berücksichtigung des Zeitaufwands im Fokus.