Schweizer Filme in Locarno
Im internationalen Wettbewerb wird «Le Lac» von Fabrice Aragno zu sehen sein, im Wettbewerb Cineasti del Presente «Don't Let the Sun» von Jacqueline Zünd. Das Festival richtet auch dieses Jahr das Augenmerk auf Kurzfilme aus der Schweiz im Pardi di Domani - Concorso nazionale. In der Semaine de la critique läuft «Flying Scents - Of Plants and People» von Antshi von Moos, im Rahmen der Sektion Cinéma suisse rédecouvert werden «Les vilaines manières» (1973) und «L'orge» (1986) von Simon Edelstein gezeigt.
Click Cinema wird 10 Jahre alt
Das Online-Kinomagazin von arttv.ch, Click Cinema feiert sein 10-jähriges Jubiläum und erreichte, nach eigenen Angaben, im Mai über eine Million Aufrufe. Click Cinema wurde 2015 von Felix Schenker gegründet und hat sich in der Schweizer audiovisuellen Vermittlung etabliert. Die ebenfalls von Schenker gegründete Sendeplattform arttv.ch feierte ihrerseits 2024 ihr 20-jähriges Jubiläum.
Hildur Guðnadóttir ausgezeichnet
Die isländische Komponistin und Oscar-Preisträgerin Hildur Guðnadóttir wird beim 21. Zurich Film Festival mit dem Career Achievement Award ausgezeichnet. Der Preis wird ihr am 2. Oktober 2025 in der Tonhalle Zürich überreicht. Sie ist unter anderem für ihre Kompositionen für Filme wie «Joker» und «Joker: Folie à deux», «TÁR» und die Fernsehserie «Chernobyl» bekannt.
Systemrelevante Kulturwirtschaft
Das Bundesamt für Statistik hat analysiert, wie sich innerhalb der letzten zehn Jahre die Kulturwirtschaft in der Schweiz in ihrer Struktur und ihrer Zusammensetzung gewandelt hat. Gezählt werden rund 300'000 Arbeitstätige. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen besitzen im Kulturbereich verhältnismässig mehr einen tertiären Ausbildungsabschluss, während ihr Verdienst ist allerdings geringer ist. Mehr Frauen leben unter finanziell prekären Bedingungen, und mehr Menschen sind selbstständig tätig. Hier geht's zur Studie.
Kuratorin Koyo Kouoh gestorben
Die aus Kamerun und der Schweiz stammende Kuratorin Koyo Kouoh ist Mitte Mai verstorben. Sie hat sich für schwarze Künstler aller Sparten eingesetzt und für deren internationale Vermittlung eingesetzt. Sie sollte die nächste Biennale in Venedig verantworten. Zuletzt konnte man ihre Gruppenausstellung «When We See Us» im Kunstmuseum Basel erleben. Die Ausstellung gilt als bahnbrechend.
Die Filme von Roman Signer
Die Kunsthalle Appenzell zeigt noch bis zum 14. September in einer Ausstellung Filme des Konzeptkünstlers Roman Signer. Bis zum 17. August läuft auch noch die Retrospektive im Kunsthaus Zürich. Am 25. Juni zeigt das Kunsthaus gemeinsam mit dem Arthouse Picadilly in Zürich eine Auswahl von Filmen des Künstlers. Und schliesslich ist mit «Die ideale Reisegeschwindigkeit» von Aufdi Aufdermauer ein Dokumentarfilmfilm erschienen, der Roman Signer gewidmet ist.
Emil erhält zwei Prix Walo
Emil Steinberger erhält zwei Prix Walo: Einen für seine Karriere und einen indirekt, da er an die Filmproduktion von «Typisch Emil» ging. Der Dokumentarfilm von Phil Meyer ist dem Schweizer Komiker und Schauspieler Emil gewidmet.
Jackie Chan in Locarno
Jackie Chan, eine wahre Ikone des Kampfkunst-Kinos, der Meister des Kung Fu und der Komödie, wird beim Locarno Film Festival für sein Lebenswerk geehrt. Der Pardo alla Carriera wird ihm für sein Lebenswerk verliehen, das für das zeitgenössische asiatische Kino ebenso prägend war wie für das Hollywood-Kino.
Fokus Schweiz in Stuttgart
Vom 6. bis 11. Mai 2025 ist die Schweiz Gastland des Internationalen Trickfilm-Festivals Stuttgart und der Animation Production Days (APD). Auf dem Programm stehen Vorführungen von Schweizer Kurz- und Langfilmen, darunter «Ma vie de Courgette», «Sauvages», «Chris the Swiss» und «Journey of Shadows», ein Treffen mit Claude Barras, eine Marionettenausstellung, ein Fokus auf Talente der HSLU sowie Fachtreffen zu Koproduktionen und Innovationen. Vier Schweizer Projekte werden ebenfalls am APD präsentiert, darunter «Caca Boudin» und «Papierschloss».
«Nuit obscure» und Ella Rumpf in Cannes
Der Regisseur Sylvain George präsentiert seinen neuesten Film «Nuit obscure» im Acid-Programm der Filmfestspiele von Cannes. Der über dreistündige Spielfilm, eine Koproduktion zwischen der Schweiz (Alina Film/Genf und RTS), Frankreich und Portugal, folgt dem Weg junger minderjähriger Migranten und Migrantinnen auf ihrem Weg nach Europa. Die franko-schweizerische Schauspielerin Ella Rumpf spielt eine der Hauptrollen im französischen Film «Des preuves d'amour» von Alice Douard, der in der Semaine de la critique gezeigt wird.
Drei weitere Jahre
Der derzeitige künstlerische Leiter des Locarno Film Festival, Giona A. Nazzaro, wird sein Amt bis 2027 weiterführen. Das Tessiner Filmfestival nutzte diese Ankündigung, um die bereits geleistete Arbeit des künstlerischen Leiters zu würdigen und freut sich, die Zusammenarbeit bis zur 80. Ausgabe des Locarno Film Festival zu verlängern.
Filmkultur
Das Bundesamt für Kultur (BAK) fördert die Filmkultur, darunter Organisationen im Bereich von Filmkritik und der Filmpublizistik. Die Ausschreibung für die Leistungsvereinbarungen 2026-2028 ist Online. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 23. Juni 2025.