Streiflichter

Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.

Neue Förderung digitale Kultur

Ab Herbst 2025 fördert die Zürcher Filmstiftung neben Filmen auch digitale Darstellungsformen. Seraina Rohrer, seit August 2024 Leiterin der kantonalen Fachstelle Kultur, hat am Dienstag im Swiss Game Hub in Zürich das Konzept der Förderung der digitalen Kultur vorgestellt.

Cinébulletin feiert sein 50. Jubiläum

Unsere Zeitschrift, die Referenz für das Kino in der Schweiz, feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Sonderveranstaltung im Rahmen der Solothurner Filmtage am Dienstag, den 28. Januar 2025. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Aperitif im Restaurant Solheure (Ritterquai 10, Solothurn) von 16:00 bis 17:15 Uhr. Um 17.30 Uhr wird der Film «Un autre homme» von Lionel Baier gezeigt, gefolgt von einem Gespräch zwischen dem Regisseur und Vincent Adatte, dem Präsidenten des Vereins Cinébulletin. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche wird zur Verfügung stehen. Diese Veranstaltung ist auf Einladung zugänglich.

Lionel Baier und Petra Volpe an der Berlinale

Der Schweizer Regisseur Lionel Baier ist mit seinem neuen Film «La cache» im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Frei nach dem gleichnamigen Roman von Christophe Boltanski, der 2015 mit dem Prix Femina ausgezeichnet wurde, markiert dieser Spielfilm auch den letzten Leinwandauftritt des unvergesslichen Michel Blanc, der im letzten Herbst verstorben ist. In der Rubrik Berlinale Special wird zudem Petra Volpe ihren neuen Spielfilm «Heldin» vorstellen. Das Drama, das im Umfeld eines Krankenhauses spielt und die deutsche Schauspielerin Leonie Benesch in der Hauptrolle präsentiert, feiert in Berlin seine Weltpremiere.

+ 101 Prozent

Die Cinémas du Grütli in Genf geben ihre Besucherzahlen für das vergangene Jahr bekannt. Das Kino richtet nicht nur das ganze Jahr über verschiedene Festivals aus, sondern meldet auch 99'248 Eintritte im Jahr 2024. Ein beeindruckendes Ergebnis im Vergleich zum Durchschnitt von 49'220 in den Jahren vor der Pandemie, was einem Anstieg von 101 Prozent entspricht. Die Cinémas du Grütli verkünden stolz «eine der besten Post-Pandemie-Progressionen in Europa».

Tod von David Lynch

David Lynch, eine Kultfigur des US-amerikanischen Kinos und Regisseur von Kultfilmen wie «Elephant Man», «Mulholland Drive» und der legendären Serie «Twin Peaks» ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Seine Familie gab die traurige Nachricht am Donnerstag auf der Facebook-Seite des Filmemachers bekannt.

Raoul Peck

Visions du Réel begrüsst den renommierten haitianischen Filmemacher Raoul Peck als Ehrengast. Im Rahmen seiner 56. Ausgabe, die vom 4. bis 13. April stattfindet, widmet ihm das Festival eine Retrospektive, eine Masterclass und präsentiert die Vorpremiere von «Ernest Cole, Fotograf». Dieses Programm, organisiert in Partnerschaft mit der Cinémathèque suisse und der ECAL, soll sein Engagement für emanzipatorische Kämpfe und seinen kritischen Blick auf Geschichte hervorheben.

Prix d'honneur an Corinna Glaus

Die Solothurner Filmtage widmen ihren diesjährigen «Prix d'honneur» an die Schweizer Casting-Direktorin Corinna Glaus.

European Film Awards in Athen

Die Europäische Filmakademie hat angekündigt, dass 2027 die Preisverleihung in Athen stattfinden wird. Dazwischen finden die nächsten Feierlichkeiten rund um das europäische Kino im Januar 2026 in Berlin statt.

Revoir Tanner

Das Buch «Revoir Tanner (TV/Cinéma). Questions d'espace, rapports de genre» untersucht die Praxis von Alain Tanner in zwei Phasen aufgteilt. Die erste (1957-1970) befasst sich mit seiner Dokumentar- und Fernsehproduktion und beleuchtet sein Interesse für den Raum und seinen Weg zur Fiktion. Die zweite (1969- 2004) analysiert seine Spielfilme anhand von Genredarstellungen und würdigt seine komplexen Frauenporträts. Der Essay wurde von Vincent Annen und Jeanne Modoux, Doktoranden an der Abteilung für Filmgeschichte und -ästhetik der Universität Lausanne, verfasst.

Internationale Filmfestival Freiburg

Das Internationale Filmfestival Freiburg (FIFF) organisiert in Zusammenarbeit mit der SRG am Freitag, 21. März 2025, um 11.30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit dem Titel «Wie soll man das Geld der Plattformen ausgeben?». Zu den Referenten gehören Pierre Monnard, der in Zürich ansässiger Freiburger Regisseur, und Malte Probst, Geschäftsführer von Swiss Studios AG. Teresa Vena, Co-Chefredaktorin von Cinébulletin, wird den Austausch moderieren.

Frauenkino Xenia

In ihrem Buch arbeitet die Schweizer Filmjournalistin Doris Senn die Geschichte des Frauenkino Xenia auf, das von 1988 bis 2003 in Zürich als feministischer Filmklub existierte. Erschienen ist die Publikation beim Schüren Verlag.

Einigung

Nach zweijährigen Verhandlungen kam es zu einer Einigung zwischen den Verbänden der Arbeitnehmenden (SSFV) und der Produzierenden (GARP, IG, SFP, ARF/FDS, SFA) bezüglich neuen Richtllöhnen für Wochenengagements. Ab Januar 2025 gelten Gehälter, die im Durchschnitt um 6,9% angehoben wurden und diese ersetzen die Richtlöhne von 2009.