Streiflichter

Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.

ZFF: «Les courageux» holt zwei Preise nach Hause

«Les courageux» von Jasmin Gordon hat am Zurich Film Festival zwei Preise verliehen bekommen: den Kritikerpreis (ZFF Critics Award) und Filmpreis der Zürcher Kirchen. Für die 20. Jubiläumsausgabe verbucht das Festival zudem einen Rekord von 140'000 Besuchern und Besucherinnen.

«Bagger-Drama» gewinnt am spanischen Festival

Der erste Spielfilm des Berner Regisseurs Piet Baumgartner («The Driven Ones») feierte am Filmfestival in San Sebastián seine Weltpremiere. In der Kategorie «New Directors» hat er den ersten Preis verliehen bekommen. Der Film ist eine Produktion von Dschoint Ventschr in Zusammenarbeit mit dem SRF. In den Hauptrollen sind Bettina Stucky, Phil Hayes und Vincent Furrer zu sehen.

Filmmusik

Diego, Lionel und Nora Baldenweg sind für ihre Musik für «In the Land of Saints and Sinners» als erste Schweizer in den beiden Kategorien «Discovery of the Year» und «Public Choice» für die World Soundtracks Awards nominiert worden. Die Preise werden vom 15. bis 17. Oktober im belgischen Gent vergeben.

Historischer Roman

Der neue historische Kriminalroman «Ausgespielt» von Thomas Blubacher spielt in Münchenstein in den späten 1930er Jahren. Er verfolgt die Ermittlungen rund um einen Mord, der sich im Kontext des aufkommenden Kinos ereignet hat, zu einer Zeit, als Münchenstein sich als Schweizer Filmzentrum etablieren wollte. Das Buch, das sich auf die Kenntnisse des Autors zur Filmgeschichte stützt, bietet einen Einblick in das damalige Basler Kulturleben.

Prämie für Angebotsvielfalt

2024 unterstützte der Bund 291 Kinosäle in der Schweiz, wobei 209 eine Prämie für ihre Angebotsvielfalt und 182 für Sonderprogramme erhielten.

300 Millionen

Die Filmstudios Cinecittà in Rom werden bis 2026 für 300 Millionen Euro renoviert.

Indien

Indien hat mit einer Produktion von über 1500 Langfilmen in 20 Sprachen pro Jahr die grösste Filmindustrie weltweit.

Filmvermittlung

Das Bundesamt für Kultur wird seine Unterstützung für die Filmvermittlung an Jugendliche ab 2025 von vier auf sechs begünstigte Organisationen erhöhen. Die neuen Begünstigten, der Verein Filmkids.ch und der Verein Festival Ciné Jeunesse Suisse, werden 50'000 respektive 80'000 Franken pro Jahr erhalten. Das Gesamtbudget für diesen Bereich wird in den kommenden drei Jahren 820'000 Franken pro Jahr betragen, vorbehaltlich der politischen Zustimmung.

Festival Everybody's Perfect

Vom 4. bis 13. Oktober stellt das Festival «Everybody's Perfect» in Genf das queere Kino in den Mittelpunkt. Das erste Wochenende des Festivals verspricht bereits viele Höhepunkte. Am Samstag, den 5. Oktober, kann das Publikum an einer «dekolonialen und queeren» Führung durch die Ausstellung «Mémoires. Genf in der kolonialen Welt» im Musée d'ethnographie de Genève (MEG) teilnehmen.

«Winter Palace» am Geneva International FIlm Festival

Das Geneva International Film Festival (GIFF), das einzige Schweizer Festival, das einen grossen Teil seines Programms der Serienproduktion widmet, enthüllt als Schweizer Premiere die Eventserie «Winter Palace», die erste RTS-Serie, die in Zusammenarbeit mit Netflix koproduziert wurde. Zwei Episoden werden im Rahmen des RTS-Abends am 2. November vorgeführt, an dem auch das 70-jährige Bestehen des Westschweizer Fernsehens gefeiert wird.

«Reinas» vertritt die Schweiz im Wettbewerb um einen Oscar

Oscars

Das Bundesamt für Kultur wird den Spielfilm «Reinas» von Klaudia Reynicke bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2024 wird bekannt gegeben, ob das Werk in die Shortlist der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.

Kinokoni geht nach Basel

Kino

Der Kinobetreiber Konrad Schibli aus Olten exportiert sein Kinokoni-Konzept nach Basel. Er übernimmt das Capitol in der Basler Steinenvorstadt, das zuletzt zur blue Cinema-Gruppe gehörte und will damit die einstige Kinostrasse der Stadt neu beleben. Zu seinem Konzept gehört eine moderne Gestaltung der Säle mit einem besonderen Schwerpunkt auf Gemütlichkeit. Das bezieht sich auf die grosszügig gepolsterten Sitze oder gar ausziehbaren Sessel. Wie im Kinokoni in Olten sollen zusätzlich verschiedene Gastronomie- und Freizeitangebote den Kinobesuch ergänzen.