Streiflichter

Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.

Perspectiven Lab

Die Ausschreibung für das Perspectiven Lab (ehemals Upcoming Lab) der Solothurner Filmtage ist ab sofort geöffnet. Es richtet sich an Personen, die innerhalb von maximal 2 Jahren einen Filmschulabschluss gemacht haben, die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen oder in der Schweiz wohnen und studiert haben. Diese Personen können bis zum 8. Dezember 2024 eine Filmidee einreichen.

Inoxtag bezwingt den Everest und die Kinokassen

Auswertung

Der französische YouTuber Inoxtag hat die Herausforderung angenommen, den Mount Everest zu besteigen. Dieses Abenteuer teilt er in dem Dokumentarfilm «Kaizen, un an pour gravir l'Everest» (Kaizen, ein Jahr, um den Mount Everest zu besteigen). Die einmalige Vorführung des Films am 13. September war in vielen französischsprachigen Kinos, auch in der Westschweiz, ausverkauft. In Frankreich wurden in Rekordzeit fast 200'000 Eintrittskarten verkauft, obwohl die kostenlose Bereitstellung des Films auf YouTube bereits für den nächsten Tag geplant war. Dieser Erfolg zeugt von der Verbundenheit des Publikums, vor allem der jungen Leute, mit den Kinosälen. Dank einer geschickten Marketingstrategie wurde das Kinoerlebnis erfolgreich vermarktet.

Stipendiaten 2024 SSA

Filmpreis

Der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs (SSA) hat die drei Gewinner und Gewinnerinnen des Wettbewerbs zur Unterstützung des Schreibens von ersten Spielfilmen bekanntgegeben. Es wurden drei Stipendien zu je 15'000 CHF vergeben, mit denen das Schreiben von Originaldrehbüchern für drei erste Spielfilme unterstützt werden soll. Die drei geförderten Nachwuchsfilmemacher sind Ben Donateo für das Projekt «La Mattanza» (Rough Cat), Alicia Mendy für «Dysutopia» (Lido Picture) und Patrick Muroni für das Projekt «Soleil noir» (Climage).

Daniel Schmid in der Cinémathèque suisse

Kulturerbe

Die gesamte Filmografie des Schweizer Regisseurs Daniel Schmid wird in der Cinémathèque suisse präsentiert. Anhand von vierzehn Filmen und einem Dokumentarfilm ist das Werk des Bündner Filmemachers während des ganzen Monats September und bis zum 20. Oktober zu entdecken. Zur Eröffnung der Retrospektive ist am Dienstag, 17. September, ein spezieller Abend geplant. «Hors saison» (1982), der achte Spielfilm des Regisseurs, wird in Anwesenheit der Schauspielerin Marisa Paredes gezeigt. Die spanische Schauspielerin, die auch für ihre Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar, Arturo Ripstein oder Roberto Benigni bekannt ist, wird auf ihre Erinnerungen und Erfahrungen bei den Dreharbeiten mit dem emblematischen Schweizer Regisseur eingehen.

Braucht der Schweizer Film Europa?

Filmförderung

In Europa wird der Autorenfilm intensiv unterstützt. Es bestehen zahlreiche Fördermassnahmen auf europäischem Niveau, die eine wichtige Rolle bei der Wertschätzung des Autorenfilms spielen. Am Vorabend des «Tag des Kinos» veranstaltet Passion Cinéma zusammen mit Cinepel eine öffentliche Debatte unter dem Titel «Le cinéma suisse en manque d'Europe?».

Auch wenn die Schweiz seit Jahren den Fördermassnahmen der Europäischen Union fernbleibt, ihr Schicksal in Bezug auf die Filmproduktion bleibt mehr denn je mit Europa verbunden. So werden die meisten Spielfilme aus der Westschweiz mit einem europäischen Land koproduziert.

An der Debatte nehmen teil: Laurent Steiert, Co-Direktor der Sektion Film des Bundesamtes für Kultur, Geneviève Rossier, Projektleiterin bei Cinéforom, Britta Rindelaub, Produzentin, Lionel Baier, Regisseur und Produzent, und Yves Blösche, Filmverleiher.

Samstag, 31. August, 18 Uhr, Kino Rex, Neuchâtel.

Förderprogramm

Nachwuchs

Das Österreichische Filminstitut und der Filmfonds Wien rufen mit dem Talent LAB ein neues Filmförderprogramm ins Leben, das spezifisch dem Nachwuchs gewidmet ist. Es werden die Entwicklung und Herstellung von ersten Kinofilmen gefördert und über ein Jahr lang mit professioneller Beratung unterstützt.

Studie ECAL/HEAD

Nachwuchs

Die Ergebnisse einer statistischen Erhebung, die gemeinsam von der ECAL und der HEAD in Auftrag gegeben wurde, haben einen besseren Einblick in die berufliche Realität der Bachelor- und Masterabsolventen und -absolventinnen im Bereich Film ermöglicht. Von den über 130 Rückmeldungen, die in den letzten 15 Jahrgängen gesammelt wurden, ging hervor, dass derzeit 77 Prozent der befragten Absolventen im Filmbereich arbeiten. Die Quote der Festanstellungen ist jedoch nach wie vor sehr niedrig. Diese Informationen werden in die laufenden Strategieüberlegungen der Filmabteilungen der ECAL und der HEAD einfliessen. Die vollständige Studie finden Sie hier.

Filmkurs

Junges Publikum

Filmkids bietet vom 12. bis 16.8. jeweils von 10 bis 16 Uhr während des Locarno-Filmfestivals den mehrsprachigen Ferienkurs «Film ab!» an, in dem Kinder und Jugendliche einen Kurzfilm drehen. Der Kurs bietet eine kreative Beschäftigung auch für Kinder von Filmschaffenden vor Ort.

Locarno Kids

Junges Publikum

Die Mobiliar ist Hauptpartnerin des Filmfestivals in Locarno. Sie verantwortet das Programm der Rotonda als auch von Locarno Kids la Mobiliare. Mit letzterem will sie Neugier und Kreativität von Jugendlichen fördern und sie für Filme begeistern. Zu den vielfältigen Aktivitäten gehört das Sommercamp Atelier du Futur, das sich an 13- bis 15-Jährige richtet.

Filmpreis

Mit dem Schweizer Schauspieler PieDer Locarno Kids Award la Mobiliare geht dieses Jahr an den Schweizer Animationsfilmemacher Claude Barras, der sein neustes Werk «Sauvages» auf der Piazza Grande zeigen wird.

Taiwan

Filmproduktion

«Road’s End in Taiwan», der neue Film der Filmemacherin und Produzentin Maria Nicollier aus Lausanne, ist die erste offizielle Koproduktion zwischen der Schweiz und Taiwan. Mit dem Schweizer Schauspieler Pierre-Antoine Dubey wurde ein Monat in Taipei gedreht.

Serien

Filmförderung

Der Kulturfonds der SSA und Suissimage lancieren ein gemeinsames Programm zur Unterstützung des Schreibens von Spiel-, Dokumentar- oder Animationsserien, das mit einem Jahresbudget von 200'000 Franken ausgestattet ist. Dieses Programm soll die Unterfinanzierung der Schreibphase vor der Einreichung bei einem Sender ausgleichen.