300 Millionen
Die Filmstudios Cinecittà in Rom werden bis 2026 für 300 Millionen Euro renoviert.
Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.
Die Filmstudios Cinecittà in Rom werden bis 2026 für 300 Millionen Euro renoviert.
Indien hat mit einer Produktion von über 1500 Langfilmen in 20 Sprachen pro Jahr die grösste Filmindustrie weltweit.
Das Bundesamt für Kultur wird seine Unterstützung für die Filmvermittlung an Jugendliche ab 2025 von vier auf sechs begünstigte Organisationen erhöhen. Die neuen Begünstigten, der Verein Filmkids.ch und der Verein Festival Ciné Jeunesse Suisse, werden 50'000 respektive 80'000 Franken pro Jahr erhalten. Das Gesamtbudget für diesen Bereich wird in den kommenden drei Jahren 820'000 Franken pro Jahr betragen, vorbehaltlich der politischen Zustimmung.
Vom 4. bis 13. Oktober stellt das Festival «Everybody's Perfect» in Genf das queere Kino in den Mittelpunkt. Das erste Wochenende des Festivals verspricht bereits viele Höhepunkte. Am Samstag, den 5. Oktober, kann das Publikum an einer «dekolonialen und queeren» Führung durch die Ausstellung «Mémoires. Genf in der kolonialen Welt» im Musée d'ethnographie de Genève (MEG) teilnehmen.
Das Geneva International Film Festival (GIFF), das einzige Schweizer Festival, das einen grossen Teil seines Programms der Serienproduktion widmet, enthüllt als Schweizer Premiere die Eventserie «Winter Palace», die erste RTS-Serie, die in Zusammenarbeit mit Netflix koproduziert wurde. Zwei Episoden werden im Rahmen des RTS-Abends am 2. November vorgeführt, an dem auch das 70-jährige Bestehen des Westschweizer Fernsehens gefeiert wird.
Oscars
Das Bundesamt für Kultur wird den Spielfilm «Reinas» von Klaudia Reynicke bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2024 wird bekannt gegeben, ob das Werk in die Shortlist der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.
Kino
Der Kinobetreiber Konrad Schibli aus Olten exportiert sein Kinokoni-Konzept nach Basel. Er übernimmt das Capitol in der Basler Steinenvorstadt, das zuletzt zur blue Cinema-Gruppe gehörte und will damit die einstige Kinostrasse der Stadt neu beleben. Zu seinem Konzept gehört eine moderne Gestaltung der Säle mit einem besonderen Schwerpunkt auf Gemütlichkeit. Das bezieht sich auf die grosszügig gepolsterten Sitze oder gar ausziehbaren Sessel. Wie im Kinokoni in Olten sollen zusätzlich verschiedene Gastronomie- und Freizeitangebote den Kinobesuch ergänzen.
Die Ausschreibung für das Perspectiven Lab (ehemals Upcoming Lab) der Solothurner Filmtage ist ab sofort geöffnet. Es richtet sich an Personen, die innerhalb von maximal 2 Jahren einen Filmschulabschluss gemacht haben, die Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen oder in der Schweiz wohnen und studiert haben. Diese Personen können bis zum 8. Dezember 2024 eine Filmidee einreichen.
Auswertung
Der französische YouTuber Inoxtag hat die Herausforderung angenommen, den Mount Everest zu besteigen. Dieses Abenteuer teilt er in dem Dokumentarfilm «Kaizen, un an pour gravir l'Everest» (Kaizen, ein Jahr, um den Mount Everest zu besteigen). Die einmalige Vorführung des Films am 13. September war in vielen französischsprachigen Kinos, auch in der Westschweiz, ausverkauft. In Frankreich wurden in Rekordzeit fast 200'000 Eintrittskarten verkauft, obwohl die kostenlose Bereitstellung des Films auf YouTube bereits für den nächsten Tag geplant war. Dieser Erfolg zeugt von der Verbundenheit des Publikums, vor allem der jungen Leute, mit den Kinosälen. Dank einer geschickten Marketingstrategie wurde das Kinoerlebnis erfolgreich vermarktet.
Filmpreis
Der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs (SSA) hat die drei Gewinner und Gewinnerinnen des Wettbewerbs zur Unterstützung des Schreibens von ersten Spielfilmen bekanntgegeben. Es wurden drei Stipendien zu je 15'000 CHF vergeben, mit denen das Schreiben von Originaldrehbüchern für drei erste Spielfilme unterstützt werden soll. Die drei geförderten Nachwuchsfilmemacher sind Ben Donateo für das Projekt «La Mattanza» (Rough Cat), Alicia Mendy für «Dysutopia» (Lido Picture) und Patrick Muroni für das Projekt «Soleil noir» (Climage).
Kulturerbe
Die gesamte Filmografie des Schweizer Regisseurs Daniel Schmid wird in der Cinémathèque suisse präsentiert. Anhand von vierzehn Filmen und einem Dokumentarfilm ist das Werk des Bündner Filmemachers während des ganzen Monats September und bis zum 20. Oktober zu entdecken. Zur Eröffnung der Retrospektive ist am Dienstag, 17. September, ein spezieller Abend geplant. «Hors saison» (1982), der achte Spielfilm des Regisseurs, wird in Anwesenheit der Schauspielerin Marisa Paredes gezeigt. Die spanische Schauspielerin, die auch für ihre Zusammenarbeit mit Pedro Almodóvar, Arturo Ripstein oder Roberto Benigni bekannt ist, wird auf ihre Erinnerungen und Erfahrungen bei den Dreharbeiten mit dem emblematischen Schweizer Regisseur eingehen.
Filmförderung
In Europa wird der Autorenfilm intensiv unterstützt. Es bestehen zahlreiche Fördermassnahmen auf europäischem Niveau, die eine wichtige Rolle bei der Wertschätzung des Autorenfilms spielen. Am Vorabend des «Tag des Kinos» veranstaltet Passion Cinéma zusammen mit Cinepel eine öffentliche Debatte unter dem Titel «Le cinéma suisse en manque d'Europe?».
Auch wenn die Schweiz seit Jahren den Fördermassnahmen der Europäischen Union fernbleibt, ihr Schicksal in Bezug auf die Filmproduktion bleibt mehr denn je mit Europa verbunden. So werden die meisten Spielfilme aus der Westschweiz mit einem europäischen Land koproduziert.
An der Debatte nehmen teil: Laurent Steiert, Co-Direktor der Sektion Film des Bundesamtes für Kultur, Geneviève Rossier, Projektleiterin bei Cinéforom, Britta Rindelaub, Produzentin, Lionel Baier, Regisseur und Produzent, und Yves Blösche, Filmverleiher.
Samstag, 31. August, 18 Uhr, Kino Rex, Neuchâtel.