Streiflichter

Unter Streiflichter finden sich Kurzmeldungen aus der Schweiz und Ausland zu filmpolitischen Themen sowie Informationen zu den wichtigsten Terminen und Initiativen.

«Toxic»

Stéphanie Chuat und Véronique Reymond haben ihre Serie «Toxic», produziert von Akka Film, Switch Prod und Contrast Film gemeinsam mit der RTS, an der Series Mania in Lille vorgestellt. Der Thriller um die mysteriöse Vergiftung des Genfer Sees soll Ende Jahr ausgestrahlt werden.

52 Prozent

Der Anteil an nicht-englischsprachigen Eigenproduktionen bei Netflix hat 52 Prozent erreicht. 21 Prozent der Neuerscheinungen sind spanischsprachig, 20 Prozent koreanisch. Aus Japan kauft Netflix vor allem Lizenzen, wovon 67 Prozent auf Animationsfilme fallen.

The Studio Park

The Studio Park Thailand wird immer beliebter bei internationalen Grossproduktionen wie Disney und Netflix. Die Einrichtungen warten insbesondere mit einer Technik auf dem aktuellen Stand und einer Expertise in virtueller Produktion auf.

Sherlock Holmes

Im Mai fanden die Dreharbeiten für die Serie mit dem Arbeitstitel «The Death of Sherlock Holmes» unter der Regie von Pierre Monnard im Wallis statt. Das internationale Projekt wird gemeinsam von der SRG, Sky Schweiz und ARD getragen, die Schweizer Produktionsfirma ist Silver Reel. Gedreht wurde auch in Bayern und Südtirol.

28 Prozent

14 der weltweit jährlich 50 kommerziell erfolgreichsten Filme sind nicht US-Produktionen, das entspricht 28 Prozent. Die Plätze teilen sich China, Japan und Indien.

75 Prozent

In der Schweiz erscheinen jährlich rund 120 Langfilme, in Deutschland, bei einer fast zehnfach höheren Bevölkerungsgrösse sind es 160 Langfilme. Die Schweizer Veröffentlichungen stehen zu den deutschen in einem Verhältnis von 75 zu 100 Prozent. Österreich hat eine ähnliche Bevölkerungsgrösse wie die Schweiz, es erscheinen jährlich rund 26 Langfilme, in Dänemark bei 6 Millionen Einwohnern sind es 51 Filme. Zugleich hat die Schweiz im Durchschnitt den tiefsten Heimmarktanteil.

Under The Milky Way

Das französische Unternehmen Under The Milky Way erweitert sein Angebot mit «Claudia», einem Dienst für den Verleih von audiovisuellen Produktionen im digitalen Markt. Die Gebühr beträgt 2’800 Euro pro Film, das Unternehmen bekommt zusätzlich 25 Prozent auf den Tantiemen. Bisher sind 8’000 Filme im Katalog, die von rund 70 Partner-Onlineplattformen, inklusive Prime Video, Youtube, Google und Apple, angeboten werden.

10’000 Leinwände

China verfügt weltweit über die meisten Kinoleinwände: rund 10’000.

MEDIA Desk Suisse

Ab dem 1. Mai 2026 hat Florian Pfingsttag-Jenni die neu geschaffene Position des Deputy Managing Director bei MEDIA Desk Suisse übernommen. Seit 2017 ist er als Funding Consultant für die Bereiche Projektentwicklung und Promotion tätig und hat diese Förderlinien in den vergangenen Jahren massgeblich mitgeprägt. Auch in seiner neuen Funktion wird er diese Verantwortungsbereiche weiterhin betreuen. Mit der Erweiterung seiner Rolle übernimmt er zudem die offizielle Stellvertretung der Geschäftsführerin Corinna Marschall.

Cannes 2026: Schweizer Präsenz

Die Schweiz wird in mehreren Sektionen des Festival de Cannes 2026 mit sechs Filmen vertreten sein, darunter Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzformate. In der Sektion Un Certain Regard präsentiert Katharina Rivilis «I’ll Be Gone in June» (120 Min.), eine Koproduktion mit minoritärer Schweizer Beteiligung. Die Semaine de la Critique zeigt zwei Filme: «Dua» (100 Min.) von Blerta Basholli sowie den dokumentarischen «I Think You Should Be Here» (12 Min.), gemeinsam realisiert von Anna-Marija Adomaitytė und Elie Grappe. Bei ACID Cannes läuft der «Virages»(89 Min.) von Céline Carridroit und Aline Suter. Die Quinzaine des Cinéastes präsentiert ebenfalls einen Dokumentarfilm: «Gabin» (105 Min.) von Maxence Voiseux. Schliesslich ist in der Sektion La Cinef, die Filmhochschulproduktionen gewidmet ist, «Always Wanted to Be God, Never Wanted to Do Good» (21 Min.) vertreten, ein hybrider Film von Noa Epars und Marvin Merkel.

ARF/FDS gegen weitere Schwächung der SRG

Gemeinsam mit anderen Verbänden hat der ARF/FDS Bundesrat Albert Rösti einen offenen Brief adressiert: Die Ablehnung von 61,9 Prozent der «Halbierungsinitiative» zeuge von einer eindeutigen Haltung zur SRG. Entsprechend soll diese auf Bundesebene keine weitere Schwächung erfahren, sondern weiterhin «kulturelle Vielfalt sichtbar machen, Sport für alle zugänglich machen, Schweizer Unterhaltung anbieten, im digitalen Raum präsent bleiben, alle Sprachregionen verbinden».

DCM übernimmt Ascot Elite

Die Schweizer Produktionsfirma und Filmverleih DCM mit Sitz in Berlin und Zürich übernehmen die Schweizer Produktionsfirma und Filmverleih Ascot Elite. Die gesamte Belegschaft von 23 Personen bleibt bestehen.