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Ursula Meier und Carmen Jaquier gewinnen den Suissimage-Kulturpreis

Suissimage / kah
06. August 2018

Carmen Jaquier bei der Preisverleihung in Locarno. Bild: Marie-Eve Musy

QUIET LAND von Ursula Meier und FOUDRE von Carmen Jaquier erhalten vom Kulturfonds von SUISSIMAGE insgesamt mit 1,4 Mio. Franken. Damit setzt SUISSIMAGE ein starkes Signal für die Gleichstellung der Geschlechter im Schweizer Kino.

Bis April 2018 wurden 37 Filmprojekte eingereicht, darunter 21 Spiel- und 16 Dokumentarfilme, 22 in deutscher, 13 in französischer und 2 in italienischer Sprache – was zeigt, dass es in der Schweiz ein lebendiges und vielfältiges und abwechslungsreiches Frauenkino gibt. Angesichts der hohen Qualität der Dossiers und der begrenzten finanziellen Mittel war die Auswahl für die Kulturkommission von SUISSIMAGE, bestehend aus Anne Delseth, Kaspar Kasics, David Rihs, Carola Stern und Eva Vitija, nicht leicht. Es gibt also noch viele Möglichkeiten, in das erfolgreiche Filmschaffen von Frauen zu investieren.

Bei der Diskussion der Projekte hat die Jury auf die Gender-Zusammensetzung der technischen und künstlerischen Teams geachtet, auf das Geschlecht der Protagonisten (Rollen für die Schauspieler_innen oder Themen der Dokumentarfilme) und sogar den Bechdel-Test angewendet. Doch ausschlaggebend für die Auswahl von zwei Spielfilmprojekten waren folgende Kriterien: Dringlichkeit, Relevanz, Originalität, technisches und künstlerisches Know-how und Dramaturgie.

FOUDRE von Carmen Jaquier, Produktion Close Up Films: Das Drehbuch ist aus der Perspektive einer jungen Nonne um die Jahrhundertwende erzählt. Das Projekt wird mit 400'000 Franken unterstützt.

QUIET LAND von Ursula Meier, produziert von Bandita Films: In den weiten Landschaften Montanas untersucht ein alternder Polizist mit einer anachronistischen Kameratechnik tödliche Auto-Unfälle. Das Spielfilmprojekt wird mit 1 Million Franken unterstützt.



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