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Eine Gleichstellungs-Charta für Locarno

Mitteilung SWAN / kah
05. August 2018

Gabriel Baur, Laura Kaehr, Stéphane Mitchell (vorne von l.); Pauline Gygax , Carla Speziali, Ursula Meier, Isabelle Chassot.

Auf Initiative des Swiss Women’s Audiovisual Network (SWAN) wurde am Sonntag, 5. August in Locarno die Charta für Gleichstellung und Diversität unterschrieben – als erstes A-Festival nach Cannes und erstes Festival der Schweiz.

Die Charta beinhaltet folgende Verpflichtungen:

  • Die Erfassung einer Statistik bezüglich Geschlechterverhältnissen unter spezieller Berücksichtigung der Anzahl der eingereichten Filme, um SWAN mit verlässlichen Daten zu unterstützen.
  • Transparenz durch die Offenlegung der nominierten Mitglieder der Selektionskomitees und Festivalkuratoren mit dem Ziel, den Verdacht auf eine fehlende Diversität und Geschlechtergleichheit zu widerlegen. Den Festivals wird gleichzeitig ermöglicht, ihren künstlerischen und strategischen Entscheidungen nachzukommen.
  • Das Festival verpflichtet sich, so schnell wie möglich und stetig zunehmend, einen Plan zur Gleichstellung in seinen Entscheidungsorganen umzusetzen.
  • Dadurch kann SWAN einen Jahresbericht erstellen, der eine Bewertung der erzielten Fortschritte ermöglicht.

Unterzeichnet wurde die Charta von Marco Solari (Präsident des Locarno Festival), Carla Speziali (Vizepräsidentin des Locarno Festival), Ursula Meier (Regisseurin - Charta Godmother & SWAN Creative Council), Pauline Gygax (Produzentin - Charta Advisor & SWAN Advisory Council), Gabriel Baur, Laura Kaehr (Autorinnen/Regisseurinnen) und Stéphane Mitchell (Drehbuchautorin, Co-Präsidentinnen von SWAN).

Initiiert wurde die Charta im Mai von SWANs französischer Schwesterorganisation 5050x2020 am Cannes Film Festival.

SWAN, das Swiss Women’s Audiovisual Network, wurde 2016 als Social Media Gruppe für Schweizer Frauen in der Filmindustrie gegründet. Sie umfasst mittlerweise 1300 Mitglieder aus allen Bereichen der Film- und audiovisuellen Industrie. SWAN hat die Diversität und Gleichstellung der Geschlechter in der audiovisuellen Industrie in der Schweiz zum Ziel.

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