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Erkundung der digitalen Grenzen

Adrien Kuenzy
29. Januar 2024

Von links nach rechts : Chantal Bolzern, Claudio Cea, Simon Jaquemet, Douglas Edric Stanley, Zoltán Horváth, Baptiste Planche. © module+ / Solothurner Filmtage

An den Solothurner Filmtagen hatte Cinébulletin die Gelegenheit, eine Podiumsdiskussion zu moderieren, die sich mit den Herausforderungen und Chancen der künstlichen Intelligenz in der Filmbranche befasste.

An den letzten Solothurner Filmtagen moderierte Cinébulletin eine Diskussion über die Herausforderungen und Chancen der künstlichen Intelligenz im Filmbereich mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen des audiovisuellen Sektors. Der Austausch verfolgte zwei Ziele: Die Fragen zu verstehen, die durch die Arbeit mit diesen Werkzeugen aufgeworfen werden, und die vielfältigen konkreten Anwendungsmöglichkeiten zu erkunden, die sich daraus ergeben. Wir beobachteten bei den Fachleuten einen spürbaren Wunsch, auf dem neuesten Stand zu bleiben, diese neuen Werkzeuge zu beherrschen und gleichzeitig einen kritischen Geist zu entwickeln, wie die Weiterbildungen und die regelmässigen Debatten innerhalb der Branche belegen.

Bei diesem Treffen kam eine reiche Palette von Redner und Rednerinnen zu Wort: Chantal Bolzern, Präsidentin des SSFV-Vorstands und auf Urheberrecht spezialisierte Anwältin, teilte ihr Fachwissen über die rechtlichen Begriffe im Zusammenhang mit der Nutzung von künstlicher Intelligenz. Claudio Cea, Schweizer Schnittmeister und Produzent, der für seine Arbeit an Spielfilmen wie Pawel Siczeks «This Kind Of Hope» und der Serie «Tschugger» bekannt ist, enthüllte die Werkzeuge, die er in seinem Bereich bereits einsetzt. Simon Jaquemet, Drehbuchautor, Regisseur und Produzent bei 8horses, brachte sein Fachwissen über den Einsatz von KI in Projekten wie «Electric Child» ein, wobei er auch generative Kunst und experimentelles Video erforschte.

Douglas Edric Stanley, Künstler, Designer, Kurator, Entwickler und Theoretiker, teilte seine Erfahrungen als Lehrmeister im Masterstudiengang Media Design an der Haute école d'art et de design in Genf und beleuchtete den Einsatz von KI mit seinen Studenten und Studentinnen. Zoltán Horváth, Regisseur, Animationsfilmproduzent und Mitbegründer von Nadasdy Films im Jahr 2001, teilte seine Ansichten über die Zukunft der Animation mit KI und die potenziellen Veränderungen in den Rollen von Künstlern und Künstlerinnen. Schliesslich stellte Baptiste Planche, Leiter der Abteilung Fiktion beim SRF, ein neues Projekt rund um die künstliche Intelligenz vor, das beim SRF entwickelt wird.

Cinébulletin möchte den Referenten und Referentinnen sowie dem Publikum herzlich dafür danken, dass sie diese Podiumsdiskussion so bereichernd gestaltet haben.

Die an den Solothurner Filmtagen aufgezeichnete Debatte wird in Kürze hier in voller Länge zu sehen sein.

 

 

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