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Die Filmtage eröffnen mit «Tscharniblues II»

Mitteilung Solothurner Filmtage / kah
25. Januar 2019

Die Protagonisten von «Tscharniblues II», Direktorin Seraina Rohrer, Bundesrat Alain Berset und seine Frau gestern Abend

Die 54. Ausgabe der Solothurner Filmtage wurde gestern Abend mit dem Dokumentarfilm von Aron Nick eröffnet.

In seiner – wie gewohnt so unterhaltsamen wie brillanten - Eröffnungsrede bezeichnete Bundesrat Alain Berset den Film als «das Leitmedium unseres Selbstverständnisses». Es sei deshalb bedeutsam, dass im Schweizer Film seit einigen Jahren die grossen politischen Fragen der Gegenwart offensiv angepackt würden. «Damit schafft der Schweizer Film ein Bewusstsein dafür, dass die Schweiz heute in hohem Masse gefordert ist», sagte Berset. Die Welt sei nicht nur brüchiger geworden, sondern auch ergebnisoffener: «Die Alternativlosigkeit wird gegenwärtig als das entlarvt, was sie ist: Denkfaulheit, Phantasielosigkeit, Kleinmut.»

Felix Gutzwiller wies in seiner Rede darauf hin, dass die Gleichstellung der Geschlechter in der Filmpolitik weiter gefördert werden muss: «Es werden noch immer deutlich weniger Filme von Frauen als von Männern gedreht und bei den Solothurner Filmtagen eingereicht. Unter allen Filmen, die wir dieses Jahr zeigen, sind bloss rund 30% der Filme von Regisseurinnen. (..) Deshalb unterzeichnen die Solothurner Filmtage die Gender-Charta des Swiss Women’s Audiovisual Network.»

Seraina Rohrer hielt mit Blick auf den Eröffnungsfilm «Tscharniblues II» (und die Diskussionsveranstaltung «Ist mehr mehr» vom Samstag) fest: «Auch die Ideale der Solothurner Filmtage haben sich gewandelt. Lasst uns darüber diskutieren. Lasst uns an den Auseinandersetzungen wachsen und die Spannung aushalten, welche die Debatte um Ideale unweigerlich mit sich bringt». 

Bis zum 31. Januar 2019 werden auf neun Leinwänden insgesamt 165 kurze, mittellange und lange Schweizer Filme zu sehen sein. Der Schauspieler Bruno Todeschini wird mit der «Rencontre» geehrt. Der «Prix d’honneur» geht an die Regieassistentin Giorgia De Coppi. Das Spezialprogramm «Fokus» präsentiert aus Anlass des neuen Koproduktionsabkommens zwischen der Schweiz und Mexiko zehn mexikanische Filme. In «Histoires du cinéma suisse» wird mit «filmo» die erste Online-Edition des Schweizer Films vorgestellt und mit Hommagen Yves Yersin, Alexander J. Seiler und Pio Corradi gedacht. Zahlreiche Gäste, Podiumsdiskussionen, Konzerte und Partys runden das Filmprogramm ab.

 

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