Treffpunkt mit Vinzenz Hediger
Der Filmhistoriker Vinzenz Hediger leitet seit Januar die Cinémathèque suisse. Mit Penthaz für die Archivierung und dem Capitole für das Publikum möchte er die einzigartigen Infrastrukturen zugänglicher machen.
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Der Filmhistoriker Vinzenz Hediger leitet seit Januar die Cinémathèque suisse. Mit Penthaz für die Archivierung und dem Capitole für das Publikum möchte er die einzigartigen Infrastrukturen zugänglicher machen.
Gerade erscheinen grössere Schweizer Produktionen dicht aufeinander, die Partnerschaften mit bekannten Marken eingegangen sind. Eine solche Zusammenarbeit bringt finanzielle Unterstützung wie auch Vorteile bei der Auswertung eines Films.
«To the Moon and Back» von Elisa Gómez Alvarez läuft im nationalen Wettbewerb von Visions du Réel. Der Film begleitet zwei angehende Astronauten, die an einer analogen Weltraummission der an der EPFL beheimateten Vereinigung Asclepios teilnehmen.
Kleinere Redaktionen, veränderte Promotionsstrategien, allgegenwärtige Plattformen: Die verwandelte Medienlandschaft macht es schwer, einem Film Sichtbarkeit zu verleihen.
Matthias Bürcher, Leiter Dienst Auswertung und Angebotsvielfalt, erklärt, wie es mit der Verleihförderung beim Bundesamt für Kultur aussieht.
Ein Filmstart ist innerhalb strategischer und wirtschaftlicher Herausforderungen ein fragiler Prozess. Anhand von «À bras-le-corps» von Marie-Elsa Sgualdo, verliehen durch Outside the Box, zeigen sich die Mechanismen des unabhängigen Verleihs in der Schweiz.
Der Filmverleih vereint in sich logistische und kreative Aufgaben. Bei der Auswertung eines Films spielt er eine zentrale Rolle und steht in einer Mittlerstellung zwischen Produktion und Kinobetrieb. Häufig trägt er ein erhebliches finanzielles Risiko.
Das italienischsprachige Filmschaffen wird in der Schweiz durch einen von der Ticino Film Commission ins Leben gerufenen Förderfonds und zwei Atelierstipendien für Drehbuch in der Casa Pantrovà in Carona unterstützt, während begleitende Programme bisher fehlen. Ein interessantes Beispiel für ein solches Programm existiert im Bereich des Theaters: das 2021 lancierte Projekt Luminanza. Wir haben uns mit dem Verantwortlichen Alan Alpenfelt darüber unterhalten.
In seinem Debütfilm, der in Solothurn mit einem Preis ausgezeichnet wurde, greift Dino Hodic auf Zeitzeugenberichte und Familienarchive zurück, um persönliche Erinnerungen mit der kollektiven Geschichte zu verweben. Auf der Basis der Erzählungen Hasans und der Reflexionen des Regisseurs widmet sich der Film noch einmal dem Balkankonflikt. Hasan überlebte den Völkermord von Srebrenica, der Regisseur wuchs in der Zeit des Balkankriegs in der Schweiz auf und fuhr für die Dreharbeiten wieder in seine Geburtsstadt Zvornik. «Nessuno vi farà del male», produziert von der Bergeller Firma Fiumi Film und koproduziert von RSI, ist kein politischer Film, sondern ein gemeinsamer Weg des Zuhörens und sich Austauschens.
Dieses Jahr feiert das FIFF seine 40. Ausgabe. Das war auch eine Gelegenheit, auf die Anfänge des Festivals in Freiburg zurückzublicken.
Das Anfang März bei den «Impact Days» des FIFDH vorgestellte Dokumentarfilmprojekt «To the Moon and Back» von Elisa Gómez Alvarez wurde mit dem Swiss Focus Award ausgezeichnet. Diese Koproduktion der Schweiz mit den Philippinen und Frankreich wird zudem beim kommenden Festival Visions du Réel ihre Weltpremiere feiern.
Nach dem Aufschwung in den Jahren nach der Pandemie verzeichnen die Schweizer Kinos im Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Besucherzahlen. Ein Grund dafür ist insbesondere ein weniger reichhaltiges Hollywood-Programm.