Für eine starke Standortförderung
Matthias Michel über eine Stärkung des Standorts Schweiz.
Mark Olexa 22. Mai 2025
Cinéconomie Fribourg ist ein Verein zur Unterstützung des Freiburger Filmschalters. Dieses von Fribourg Films, dem Dachverband der Freiburger Audiovisionsbranche, lancierte Projekt hat zum Ziel, den Kanton Freiburg als Drehort zu fördern. Nach dem Vorbild von Cinéconomie Suisse möchte der Verein Filmbranche, Tourismus und lokale Wirtschaft zusammenbringen und die grösstmögliche politische Unterstützung für die Plattform gewinnen. Die Filmindustrie soll im Kanton Freiburg arbeiten und für sich arbeiten lassen können.
In erster Linie geht es darum, den angekündigten umfangreichen Budgetkürzungen vorzugreifen und Lösungen zu finden, um die finanzielle Last zu verteilen und die Ressourcen zu diversifizieren. Die Erwirtschaftungen der Filmindustrie sind kulturell von unschätzbarem Wert und finanziell konkret messbar. Die entsprechenden Mittel zur Kulturförderung sind daher unerlässlich und müssen unbedingt beibehalten werden. Doch es ist auch an der Zeit, dass der reale Beitrag der Filmbranche zur kantonalen Wirtschaft und Standortförderung anerkannt wird. Die Verankerung der Filmindustrie im Kanton und die Unterstützung ihrer Entwicklung ist eine grosse Chance, die es zu nutzen gilt.
“Ziel des Schalters ist es, die Vorteile des Kantons Freiburg als Drehort in Bezug auf Kosten, geografische Lage, landschaftliche Vielfalt und vieles mehr aufzuzeigen”Mark Olexa
Cinéconomie Fribourg setzt sich proaktiv dafür ein, die Politik für die wirtschaftlichen und touristischen Auswirkungen eines Filmdrehs in Bereichen wie Unterkunft, Verpflegung, Transport und vieles mehr zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass die Filmindustrie dem Kanton zugutekommt und die Schaffung eines Anreizfonds eine sinnvolle Investition ist, um diese Dynamik anzustossen. Dank der grossen Vielfalt an Landschaften und Drehorten nahe der Hauptstadt und der gut ausgebauten Infrastruktur würden insbesondere die Regionen davon profitieren. Die noch im Aufbau befindliche Liste von Drehorten auf der Internetseite von Fribourg Films zeichnet ein erstes Bild davon, wie auch ein Verzeichnis der Fachkräfte. So wurde der Grundstein zur Förderung der Filmbranche im Kanton Freiburg gelegt. Inspiriert vom Erfolg der Valais Film Commission, muss das Modell nun an die lokalen Begebenheiten angepasst werden.
Als erster Schritt wurde der Freiburger Filmschalter geschaffen und eine Koordinatorin engagiert. Ziel des Schalters ist es, die Vorteile des Kantons Freiburg als Drehort in Bezug auf Kosten, geografische Lage, landschaftliche Vielfalt und vieles mehr aufzuzeigen und interessierte Produktionsfirmen zu unterstützen. Neben der Funktion als virtuelle Schnittstelle führt der Filmschalter seit 2024 verschiedene Aktionen durch. So hat es das Freiburger Parlament über die Herausforderungen und Bedingungen bei Dreharbeiten informiert, interaktive Seminare mit dem Freiburger Tourismusverband (FTV) und den regionalen Tourismusorganisationen (RTO) organisiert und alle von der Lancierung von Cinéconomie Fribourg betroffenen Akteure und Akteurinnen zu einem «Speed-Dating» am FIFF eingeladen. Zusammen mit Fribourg Films ist es zudem jedes Jahr am Forum START! der Berufsfachschule für Gestaltung EIKON präsent, um den Nachwuchs für Filmberufe zu begeistern, und vielleicht in näherer Zukunft Praktika an Filmdrehs zu vermitteln.
Als zweiter Schritt wird die Existenz des Schalters, der vorerst durch einen kantonalen Förderbeitrag des Fonds «Kultur und Tourismus» finanziert wird, nachhaltig gesichert und 2026 ein Pilotprojekt zur Produktion eines Langfilms mit Unterstützung des Anreizfonds lanciert. Zum Pilotprojekt gehört auch eine präzise Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen, um die Wirksamkeit eines solchen Instruments und seinen vielfältigen Nutzen für den Kanton und seine Regionen aufzuzeigen.