Joëlle Comé übernimmt das Präsidium des FIFDH
Ihr Werdegang führt von der humanitären Arbeit über Filmproduktion bis zur Kulturpolitik und verbindet seit mehr als zwanzig Jahren Kino, Diplomatie und Institutionen.
Teresa Vena 9. März 2026
Vom 20. bis zum 29. März findet die 40. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF) statt. Der künstlerische Leiter des Festivals erzählt, welche Herausforderungen er im Rahmen dieses Jubiläum zu meistern hat.
Das Festivalzentrum hat eine dreifache Funktion: Das Erdgeschoss soll ein Begegnungsort sein, der allen offensteht, Besuchern und Besucherinnen des Festivals, aber auch der ganzen Bevölkerung und ganz besonders jenen, die das FIFF noch nicht kennen. Dort werden verschiedene Veranstaltungen stattfinden, und es gibt ein kleines, aber feines Verpflegungsangebot. Das Obergeschoss ist für Apéros und Anlässe unserer Partner vorgesehen, die sich dort in besonderem Ambiente treffen und austauschen können. Die dritte Funktion besteht darin, die Sichtbarkeit des Festivals im Herzen der Stadt zu erhöhen; der zentrale, zu Fuss erreichbare Standort zwischen dem Bahnhof und den Kinos Arena und Rex ist dafür ideal.
Ja, mehrere: Charpentes Vial SA für die Miete und den Aufbau der Infrastruktur, das Restaurant Les Trentenaires für den Betrieb sowie Innoreg-FR, den Verband der Freiburger Regionen zur Umsetzung der Neuen Regionalpolitik, für die Realisierung des Projekts. Weitere Partnerschaften betreffen die Zulieferer, darunter La Semeuse und Swiss Wine Valais.

Der Fribourg Cinema Award ist ein gemeinsames Projekt des FIFF und der Universität Freiburg. Er wird in Zukunft jedes Jahr an eine Persönlichkeit verliehen, welche die Welt mit ihrem Filmschaffen auf herausragende Weise bereichert. Erste Preisträgerin ist die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania. Sie wird anlässlich der Schlussfeier des FIFF ein echtes Universitätsdiplom erhalten, eine einzigartige Auszeichnung in der Festivalwelt. Der Preis soll besonders inspirierende Filmschaffende würdigen, die sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens befinden. Dies stärkt auch unsere fruchtbare Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und erhöht die internationale Ausstrahlung des Festivals und Freiburgs.
Die Unterstützung der DEZA beläuft sich auf 300’000 Franken, das sind etwa 10 Prozent des Budgets des Festivals. Unser Ziel ist, ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Einnahmequellen zu erreichen: eigene Einnahmen, öffentliche Beiträge, Partnerschaften mit Unternehmen und Beiträge von Stiftungen. Prioritär ist die Stärkung der Partnerschaften mit Unternehmen und Stiftungen. Da sind wir bereits gut unterwegs, mit über zehn neuen Partnerunternehmen und -stiftungen. Seit Januar 2025 arbeitet ein eigens angestellter, spezialisierter Mitarbeiter an der Entwicklung der Partnerschaften.
Diese Verankerung ist uns sehr wichtig, auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene. Das Festival dient auch als Schaufenster, und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Wirtschaftssektoren unter die Lupe zu nehmen, deren Hauptakteure und Hauptakteurinnen zu identifizieren und die Schlüsselpersonen zu treffen. Zudem gibt es eine ganze Palette an Partnerangeboten, von Zulieferern bis zu Hauptpartnern, oder auch den FIFF-Club für unsere Mäzene.