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Marlies Graf ist gestorben

Silvan Preisig
16. Februar 2020

Marlies Graf bei den Dreharbeiten zu «Behinderte Liebe»

Am 12. Februar 2020 ist die Filmautorin Marlies Graf im Alter von 76 Jahren gestorben. 

Marlies Graf (1943-2020) realisierte seit 1970 Filme. Sie war Mitglied beim Filmkollektiv Zürich. Bei fünf Filmen führte sie Regie, darunter die bekannten Dokumentarfilme «Behinderte Liebe» (1979) und «Die Bauern von Mahembe» (1975). Zusammen mit ihrem Mann Urs Graf hat sie zudem an diversen Filmen mitgearbeitet. Zu den vier gemeinsamen Regiearbeiten gehört «Şeriat» (1991) (Filmkritik: https://www.filmbulletin.ch/full/filmkritik/1991-2-1_seriat-familie-tutuncu-der-fremde/). Bei vier weiteren Filmen war sie für den Schnitt zuständig und bei einem für den Ton.

Ab 1980 hatte Graf einen Lehrauftrag für Film an der ETH Zürich und der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 1994 war sie Mitglied der Jury für den Zürcher Filmpreis, zudem war sie in der internationalen Jury an den Filmfestivals Mannheim, Leipzig und Tampere (Finnland). Von 1975 bis 1977 war sie auch in Auswahlkommissionen des Filmfestivals Locarno und bei Visions du Réel. 

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