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Francine Brücher ist gestorben

SWISS FILMS / SiP
15. Mai 2020

Francine Brücher (Bild: Swiss Films)

Die langjährige Mitarbeiterin von Swiss Films und Pionierin der Schweizer Filmpromotion ist im Alter von 77 Jahren verstorben.

«Das Kino war Francines Welt, das Arthouse-Kino, um genau zu sein, die Filme und all jene, die sie gemacht haben», so der ehemalige Swiss Films-Direktor Micha Schiwow in einem schriftlichen Nachruf.

Nach ihrem Sprachstudium an der Universität Lyon arbeitete Brücher als Sprachlehrerin in Hamburg und New York. Zum Film kam sie 1972. In ihrer Tätigkeit als Leiterin des internationalen Vertriebs beim Münchner Filmverlag der Autoren beschäftigte sie sich mit den Werken von Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Werner Herzog oder Alexander Kluge. Von 1986 bis 1993 war sie Verkaufsleiterin von Metropolis Film in Zürich. Im Laufe ihrer späteren Karriere arbeitete Brücher auch mit einer Reihe von Filmfestivals zusammen, darunter Locarno und Rotterdam sowie mit dem Filmfonds Hamburg und Luxemburg. «Francines Quelle war die Liebe zum Film und den Filmschaffenden», sagt der Filmemacher Christian Frei.

1997 kam sie als Sales & Marketing Consultant zum Schweizer Filmzentrum. 2004 fusionierte das Filmzentrum zu Swiss Films und Francine wurde Head of International Promotion. «Mit Francine verlieren wir eine Filmfreundin, die uns an die Hand nahm, wenn es darum ging, zu erkennen, welcher Film über welche Kontakte am besten seinen Weg zu einem internationalen Publikum findet», sagt Josefa Haas, Stiftungsratspräsidentin von Swiss Films.

Der komplette Nachruf mit den Erinnerungen dreier Wegbegleiter kann hier nachgelesen werden.

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