Die Zürcher Volksinitiative
für ein «Film- und Medienförderungsgesetzes» wurde wuchtig
abgelehnt: Nur gerade 19,2 Prozent der Stimmenden (bei einer
Stimmbeteiligung von 39,3 Prozent) sprachen sich für die gesetzliche Verankerung
der Film-, Game- und Medienkunst im Kanton Zürich aus. In der Stadt
Zürich stimmten 32,8 Prozent zu.
Trotz
dieser Niederlage bleibt für die Initianten aber unbestritten, dass es
eine gesetzliche Verankerung der Kulturförderung braucht. Sie fordern nun,
dass mit dem kommenden Lotterie- und Sportfondsgesetz die längst
fällige Gesetzeslücke geschlossen und für sämtliche Kultursparten die
dringend benötige Planungssicherheit geschaffen wird.
SP-Regierungsrätin
Jacqueline Fehr, für die kantonale Kulturförderung zuständig, interpretiert das
Nein als Bekenntnis zur bisherigen Kulturförderung und dafür, dass das Volk
offensichtlich keine Kultursparte privilegieren wolle. Die kantonale Kulturförderung
bleibe allerdings eine Herausforderung, da sie bis 2021 befristet ist.
Tatsächlich
muss die Kulturförderung für die Zeit nach 2021 neu geregelt werden, zumal der Lotteriefonds bis dann grösstenteils entleert sein wird. Ein neues Lotteriefondsgesetz
ist in Arbeit. Im schlimmsten Fall droht eine Kürzung der Kulturbeiträge – das soll
nun verhindert werden.