Auf
Initiative des Swiss Women’s Audiovisual Network (SWAN) wurde am Sonntag,
5. August in Locarno die Charta für Gleichstellung und Diversität
unterschrieben – als erstes A-Festival nach Cannes und erstes Festival
der Schweiz.
Die
Charta beinhaltet folgende Verpflichtungen:
- Die Erfassung einer Statistik
bezüglich Geschlechterverhältnissen unter spezieller Berücksichtigung
der Anzahl der eingereichten Filme, um SWAN mit verlässlichen Daten zu
unterstützen.
- Transparenz durch die Offenlegung der nominierten
Mitglieder der Selektionskomitees und Festivalkuratoren mit dem Ziel, den
Verdacht auf eine fehlende Diversität und Geschlechtergleichheit zu
widerlegen. Den Festivals wird gleichzeitig ermöglicht, ihren künstlerischen
und strategischen Entscheidungen nachzukommen.
- Das Festival verpflichtet sich, so schnell wie
möglich und stetig zunehmend, einen Plan zur Gleichstellung in seinen
Entscheidungsorganen umzusetzen.
- Dadurch kann SWAN einen Jahresbericht
erstellen, der eine Bewertung der erzielten Fortschritte ermöglicht.
Unterzeichnet
wurde die Charta von Marco
Solari (Präsident des Locarno Festival), Carla Speziali (Vizepräsidentin des
Locarno Festival), Ursula Meier (Regisseurin - Charta Godmother & SWAN
Creative Council), Pauline Gygax (Produzentin - Charta Advisor & SWAN
Advisory Council), Gabriel Baur, Laura Kaehr (Autorinnen/Regisseurinnen) und
Stéphane Mitchell (Drehbuchautorin, Co-Präsidentinnen von SWAN).
Initiiert
wurde die Charta im Mai von SWANs französischer Schwesterorganisation 5050x2020 am Cannes Film Festival.
SWAN, das Swiss
Women’s Audiovisual Network, wurde 2016 als Social Media Gruppe für
Schweizer Frauen in der Filmindustrie gegründet. Sie umfasst mittlerweise 1300
Mitglieder aus allen Bereichen der Film- und audiovisuellen Industrie. SWAN hat
die Diversität und Gleichstellung der Geschlechter in der audiovisuellen
Industrie in der Schweiz zum Ziel.