Godard weiterleben lassen
Die Fondation Jean-Luc Godard will das Werk des Filmemachers katalogisieren und bewahren. Für Gründungsmitglied Fabrice Aragno geht es auch darum, Godards Experimentiergeist weiterzugeben.
Communiqué de presse 21. April 2026
2026 war wieder ein Jahr, in dem Filme und Serien in allen Sprachregionen produziert und auf diversen Filmfestivals gezeigt wurden. Die zweite Staffel der rätoromanischen Serie «L’ultim Rumantsch» und die SRF-Sitcom «Unsere kleine Botschaft» feierten am Zurich Film Festival (ZFF) ihre Premieren. Die RTS-Serie «Intraçables» sowie die RSI-Serie «La linea della palma» wurden am Geneva International Film Festival (GIFF) lanciert. Zum ersten Mal war sogar eine Serie am Locarno Filmfestival auf der Piazza Grande zu sehen: «The Deal» von RTS.
Bei den Kinofilmen stach «Heldin», die Geschichte über den Arbeitsdruck einer jungen Pflegefachfrau, hervor. Der Film von Petra Volpe startete fulminant an der Berlinale und verzeichnete anschliessend über 200'000 Eintritte in der Schweiz. Erfolge feierten auch die Koproduktionen «Hallo Betty» von Pierre Monnard, «Stiller» von Stefan Haupt und «Friedas Fall» von Maria Brendle. Der Schweizer Film verzeichnete einen Marktanteil von 9,25 Prozent an allen Schweizer Kinobesuchen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte er um 2,74 Prozent gesteigert werden. Dennoch ist das Kino seit der Corona-Pandemie weiterhin im Abwärtstrend: 2025 verzeichneten die Schweizer Kinos über 7 Prozent weniger Eintritte als noch 2024.
2025 wurden insgesamt 828 Filme und Episoden auf den Sendeketten der SRG ausgestrahlt (Pacte- und Nicht-Pacte-Filme). Die Zeit, die pro Tag im Durchschnitt auf den sechs SRG-Sendeketten für Pacte-Filme aufgewendet wurde, ist von 147,5 Minuten im 2024 auf 151 Minuten im 2025 gestiegen. Die wöchentliche durchschnittliche Ausstrahlungszeit von Pacte-Filmen betrug bei SRF 8,87 Stunden, bei RTS 4,95 Stunden und bei RSI 3,39 Stunden.
Die SRG befindet sich in einem Sparprogramm: Bis 2029 muss sie 270 Millionen Franken nachhaltig einsparen. Bis Ende 2027 wird die SRG die versprochene Unterstützung des heimischen Filmschaffens gewährleisten. Wie stark die Sparmassnahmen die Filmförderung tangieren werden, wird bei den Verhandlungen des neuen Pacte de l’audiovisuel mit den Partnerverbänden besprochen.
Alle Zahlen zur Filmförderung der SRG finden sich im Dokument «Facts & Figures 2025».