Bisher garantiert die SRG den Produktionen, die im Rahmen des Pacte entstehen, noch eine lineare Ausstrahlung. Künftig könnte der Druck (und Wunsch) wachsen, einzelne Inhalte nur noch online auszuwerten. Das hat einen Einfluss auf die Erträge, die Autoren und Autorinnen für ihre Urheberrechte zukommen. Die Erlöse aus dem linearen Senderecht machten bisher einen substantiellen und existenziellen Anteil der Einkünfte eines Autors aus, erklärt Filmemacher und Mitglied von ARF/FDS Daniel Howald. Das neu in Kraft getretene Gesetz GT 14, das Plattformen zu einer Vergütung von Urheberrechten bei Online-Nutzung der Inhalte verpflichtet, bedeute einen Zusammenbruch der Einnahmen von 99 Prozent. Das zeigten die ersten Auszahlungen deutlich. Howald ist Teil der Arbeitsgruppe, die mit der SRG nach einem Kompromiss sucht, um diese Diskrepanz zu kompensieren. Eine Lösung wurde bereits um acht Jahre hinausgezögert, sie soll für den nächsten Pacte-Abschluss aber nun gefunden werden.