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Adrien Kuenzy 15. März 2025
Am Sonntag, den 16. März, spricht die Spezialistin für das Drehen sensibler Szenen bei den Rencontres 7e Art Lausanne über die Herausforderungen ihres Berufs, der in unserem Land noch wenig bekannt ist.
«Meine Aufgabe ist es, für einen sicheren Rahmen am Set zu sorgen», erklärt Déborah Helle, die erste Intimitätskoordinatorin der Schweiz, die diesen Sonntag bei den Rencontres 7e Art Lausanne einen Vortrag halten wird. Ihr in der Schweiz noch wenig bekannter Beruf soll sicherstellen, dass sensible Szenen - sei es Nacktheit, simulierte Sexualität oder jede andere verletzliche Situation - im Einverständnis der Schauspieler und Schauspielerinnen gedreht werden. «Es geht nicht nur darum, die Sexualität auf der Leinwand einzurahmen. Eine Geburts- oder Abtreibungsszene oder sogar intensiver Körperkontakt können unter die Intimitätskoordination fallen», erklärt sie.
Zwar hat Helle diese Fähigkeiten zunächst in ihren Beruf als «Game Coach» integriert, doch bei den Dreharbeiten wurde die Notwendigkeit deutlich. «2018 wurde ich oft gebeten, bei der Choreografie von Intimszenen zu helfen, aber ohne dass dies offiziell anerkannt wurde. Mir wurde schnell klar, dass es dabei um viel mehr als nur um Bewegung geht», erklärt sie.
Im Gegensatz zu den USA oder Grossbritannien gibt es in der Schweiz noch keine nationale Richtlinie, die einen Intimitätskoordinator vorschreibt», bedauert sie. Sie setzt sich jedoch für eine bessere Sensibilisierung ein: «Ich würde mir wünschen, dass man in einem ersten Schritt vor einem Dreh systematisch eine Expertin konsultiert, um die Bedürfnisse abzuklären, anstatt darum kämpfen zu müssen, integriert zu werden».
Im Rahmen ihres Vortrags bei den Rencontres 7e Art Lausanne wird Helle über ihren Beruf, die damit verbundenen Herausforderungen und die Herausforderungen für die Industrie in der Schweiz sprechen. Ein ausführlicheres Interview wird in der nächsten Druckausgabe von Cinébulletin erscheinen.
« La coordination d'intimité »
Sonntag, 16. März, 14 Uhr
Casino de Montbenon, Salle Paderewski