Praesens-Film zieht die Swisscom vor Bundesgericht

Praesens-Film zieht die Swisscom vor Bundesgericht

Mitteilung SAFE / kah 20. August 2018

copy linkshare facebookshare linkedinshare instagram

Praesens-Film ist mit seiner Klage gegen die Swisscom am Berner Handelsgericht unterlegen. Die Swisscom wird auch in Zukunft keine Netzsperren einrichten müssen. Nun zieht der Zürcher Filmverleih vor Bundesgericht.

Der Zürcher Filmverleih
Praesens-Film hat die Swisscom verklagt und verlangt, dass die Marktführerin
der hiesigen Internetprovider den Zugang zu allen Internetadressen sperrt, auf
denen unerlaubt Filme angeboten werden, für die Praesens-Film die Rechte
besitzt. Das
traditionsreiche Unternehmen ist am Berner Handelsgericht jedoch unterlegen, die Klage wurde Mitte Juni
abgewiesen. Die Swisscom wird also auch in Zukunft keine
Netzsperren einrichten müssen.

Nun zieht der Zürcher Filmverleih vor Bundesgericht. Dort soll
entschieden werden, ob die Swisscom den Zugang zu Websites sperren muss, auf
denen Filme geschaut werden können, auf denen Praesens-Film das Urheberrecht
besitzt.

Die Piraten-Portale sind illegal, doch das Streamen der Inhalte ist in der Schweiz für Private legal. Zugleich sind die Anbieter der Websites,
die sich auch nach Schweizer Recht strafbar machen, kaum auffindbar.

Unterstützt wird Praesens
Film beim Gang nach Lausanne von der Schweizerischen Vereinigung zur Bekämpfung
der Piraterie SAFE
(Swiss Anti Piracy Federation). «Die Anbieter verschleiern ihre Identität und sitzen meist in
exotischen Jurisdiktionen im Ausland», schreibt die Organisation. «Sie
können auch mit sehr grossem Aufwand nicht gerichtlich belangt werden.» 


Lesen Sie auch