Visions du Réel gab die ausgewählten Projekte der 24. Ausgabe von VdR–Industry, dem Branchenprogramm des Festivals bekannt. Insgesamt wurden aus über 600 Bewerbungen 31 Projekte ausgewählt, die vom 19. bis 22. April 2026 vorgestellt werden.
Die Auswahl umfasst 34 Regisseur und Regisseurinnen aus 28 Ländern. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass 61 Prozent der Projekte von Frauen realisiert wurden, 45 Prozent Debütfilme sind und 58 Prozent der Projekte von Filmemacher*innen aus im strengen Sinn nicht-westlichen Ländern, also Ländern der Regionen Afrika, Asien, Mittlerer Osten und Lateinamerika, stammen.
Die Projekte werden in mehreren Programmsektionen präsentiert: «VdR–Pitching», das sich fünfzehn Filmen in fortgeschrittener Entwicklungsphase widmet, «VdR–Work» in Progress, das sechs Dokumentarfilme in der Endphase der Postproduktion vorstellt, sowie das «Rough Cut Lab» und das «Development Lab», zwei Förderprogramme für Projekte, die sich noch in der Entwicklung befinden.
Zu den repräsentierten Filmschaffenden zählen insbesondere Jean-Stéphane Bron, Sofie Benoot oder auch Ljubomir Stefanov, die bereits früher beim Festival zu Gast waren. Das Programm wird zudem zahlreiche neue Talente der internationalen Dokumentarfilmszene vorstellen.
Die Branchentage werden mit einem Gespräch mit der Oscar-Preisträgerin Laura Poitras eröffnet. Drei Jurys werden zudem Preise im Wert von über 80'000 Schweizer Franken vergeben, darunter den Eurimages-Koproduktionspreis.
Die 57. Ausgabe von Visions du Réel findet vom 17. bis 26. April 2026 in Nyon statt.