Die Schweizer Jugendfilmtage feierten das Zusammenkommen im Kino mit kurzen Reden, leckeren Häppchen und viel guter Laune. Durch den Abend führte die Journalistin und Moderatorin Reena Thelly.
Zu Beginn der Veranstaltung hielt Nadine Adler Spiegel, Co-Leiterin der Sektion Film des Bundesamtes für Kultur BAK, eine Eröffnungsrede und betonte, dass die Schweizer Jugendfilmtage der Ort sind, an dem ein wichtiger Grundstein für junge Filmschaffende gelegt wird, denn es braucht Chancen, Netzwerke und manchmal auch einfach eine helfende Hand. Noch schöner ist es, wenn wir gemeinsam träumen und zusammenarbeiten. Genau darum geht es bei den Schweizer Jugendfilmtagen: Sichtbarkeit schaffen, Verbindungen knüpfen und gemeinsam etwas bewegen. Besonders erfreulich ist, dass die Schweizer Jugendfilmtage dieses Jahr zum ersten Mal von der Förderung der Sektion Film des BAK profitieren.
Die Co-Festivalleitung Valentina Romero und Jo Bahdo betonten in ihren Ansprachen, dass der Einstieg in die Filmbranche oft schwierig und einschüchternd sein kann und dass es gerade deshalb Initiativen wie die Schweizer Jugendfilmtage braucht, die allen Kindern und Jugendlichen einen Raum schaffen und ihnen zeigen, dass die Welt des Films und des Kinos für alle da ist und auch ihnen gehört. Die Schweizer Jugendfilmtage feiern junge Talente, frische Perspektiven und den Mut zum Experiment, denn jede Generation bringt ihre eigene Handschrift ein, mischt Altes mit Neuem und schafft daraus etwas Eigenes.
Filmprogramm:
Höhepunkt der Eröffnung war das Filmprogramm mit drei Filmen. Als Weltpremiere wurde der Film COPE von Alice Coleman gezeigt. Die Filmemacherin gewann im vergangenen Jahr die «Klappe Auf!» Pitching Competition und erhielt dadurch die Chance, den diesjährigen Eröffnungsfilm zu realisieren. IM PARK- BIZ BEWIISE MUESCH DICH von Rubie Sturm belegte 2024 den zweiten Platz in der Kategorie C und prägt das visuelle Konzept dieser Festivalausgabe. Den Abschluss machte THE DANCE OF BECOMING A WOMAN, mit dem Ronja Lina Riklin 2024 den ersten Platz in der Kategorie C gewann – sie produzierte auch den diesjährigen Festivaltrailer.
Nach der Eröffnung im Kinosaal gab es einen Apéro mit vegetarischem Sushi und einem fröhlichen Anstossen auf die kommenden Festivaltage.
Vorschau auf das Festival:
In den nächsten Tagen werden 48 Filme in den fünf Wettbewerbskategorien A–E antreten und sich um die Gunst der Jury und des Festivalpublikums bemühen. Zusätzlich zu den Filmscreenings finden Q&As mit den Filmschaffenden statt. In der diesjährigen Fach-Jury sind Lou Haltinner, Ella Rocca, Francesco De Biasi, Meret Ruggle und Elie Aufseesser.
Das diesjährige Gastland ist Japan und die beiden Fokusprogramme – «Heartbeat of Japan» und «Whispers Seem Enigmatic» – zeigen spannende Einblicke in das junge japanische Filmschaffen. Für die Realisierung des diesjährigen Fokus danken wir besonders dem Short Shorts Film Festival & Asia sowie Keiko Araki und Yuri Kubota vom Pia Film Festival.
Ein ganz besonderer Fokus liegt dieses Jahr auf dem «Klappe Auf!» Day, der am Samstag, 15. März, im Planet5 stattfindet, an dem sich junge Filminteressierte einen Tag lang untereinander und mit der Filmindustrie austauschen können. Dabei zeigen wir, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, in die Filmbranche einzusteigen. Im Rahmen dieses Tages finden die beiden «Klappe Auf!» Workshops “Starterkit” und “Pitching” statt, an denen die Teilnehmenden lernen, ihre Filmideen zu formulieren, zu präzisieren und schliesslich zu pitchen. Beim Pitchingworkshop haben die Workshop-Teilnehmenden sogar die Gelegenheit, ihre Filmidee vor einer Jury zu präsentieren. Die Gewinner*in dieses Wettbewerbs wird den Eröffnungsfilm für das Festival 2026 produzieren!
Auch in der Nacht machen wir keinen Halt und bleiben nachtaktiv: Am Samstagabend lassen wir das Festival gemeinsam ausklingen. Schwing mit uns die Pantherpfoten, gönn dir ein Getränk an der Bar, werfe einen Blick in unser Filmarchiv und tausche dich mit anderen Festivalbesucher*innen aus. Jule Ertl sorgt für den passenden Soundtrack.
Programm 2025