Plattformen für Videokunst
Um die Sichtbarkeit experimenteller audiovisueller Arbeiten ist es in der Schweiz gut bestellt. Über den musealen Kontext hinaus gibt es verschiedene Festivals, die sich auf ihre Präsentation spezialisiert haben.
Neue Kinosäle und emblematische Institutionen, hier finden treffen Sie auf die Akteure der Auswertungsbranche
Um die Sichtbarkeit experimenteller audiovisueller Arbeiten ist es in der Schweiz gut bestellt. Über den musealen Kontext hinaus gibt es verschiedene Festivals, die sich auf ihre Präsentation spezialisiert haben.
Es war noch nie so schwierig, das richtige Publikum zu finden. Bei Cineworx entwickeln Stéphanie Torche und Sedina Delić-Tanović, die Leiterin beziehungsweise die Kommunikationsbeauftragte für die Westschweiz, bereits ab der Ankaufsphase Strategien, um die Sichtbarkeit von Schweizer und internationalen Filmen zu gewährleisten.
Seit über zwanzig Jahren begleitet die Pressesprecherin Filmstarts in der Westschweiz in einer sich rasch wandelnden Medienlandschaft.
Der Gründer von Filmsuite begleitet die Veröffentlichung von Autorenfilmen in der Schweiz. Er erklärt, wie sich die Sichtbarkeit eines Films heute in einem übersättigten und unvorhersehbaren Markt aufbaut.
Gerade erscheinen grössere Schweizer Produktionen dicht aufeinander, die Partnerschaften mit bekannten Marken eingegangen sind. Eine solche Zusammenarbeit bringt finanzielle Unterstützung wie auch Vorteile bei der Auswertung eines Films.
Kleinere Redaktionen, veränderte Promotionsstrategien, allgegenwärtige Plattformen: Die verwandelte Medienlandschaft macht es schwer, einem Film Sichtbarkeit zu verleihen.
Matthias Bürcher, Leiter Dienst Auswertung und Angebotsvielfalt, erklärt, wie es mit der Verleihförderung beim Bundesamt für Kultur aussieht.
Ein Filmstart ist innerhalb strategischer und wirtschaftlicher Herausforderungen ein fragiler Prozess. Anhand von «À bras-le-corps» von Marie-Elsa Sgualdo, verliehen durch Outside the Box, zeigen sich die Mechanismen des unabhängigen Verleihs in der Schweiz.
Der Filmverleih vereint in sich logistische und kreative Aufgaben. Bei der Auswertung eines Films spielt er eine zentrale Rolle und steht in einer Mittlerstellung zwischen Produktion und Kinobetrieb. Häufig trägt er ein erhebliches finanzielles Risiko.
Liegt die Zukunft des Schweizer Films bei seinem jüngsten Publikum? In Anbetracht der wachsenden Zahl an Programmen für Vorschulkinder von 3 bis 6 Jahren in unabhängigen Kinos und an Festivals sowie der Verstärkung der Anreizsysteme für solche Angebote ist die Frage durchaus berechtigt.
Anlässlich des Kinostarts von «Mein Freund Barry» geben Christof Oswald und Matthias Koch Einblick in ihren Beruf des «Kindercoachs». Sie begleiteten die jungen Schauspielenden in dieser auf wahren Begebenheiten basierenden Abenteuergeschichte rund um die aussergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem Bernhardiner. Der Film wird im Rahmen der Solothurner Filmtage gezeigt.
Während sich einige Festivals ganz einem jungen Publikum widmen, beziehen es auch viele andere in ihre Programmgestaltung mit ein. Die Initiativen nehmen dabei unterschiedlichen Raum ein.