Über Filmvermittlung
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Über Filmvermittlung

Vincent Adatte 18. November 2025

Seit 2013 organisiert der Dachverband Cineducation.ch, dem zahlreiche Institutionen, Vereine und in der Filmbildung aktive Personen in der Schweiz angehören, eine Konferenz zur Bild- beziehungsweise Filmerziehung, an dem Aktivitäten und Initiativen in diesem Bereich vorgestellt werden.

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In diesem Jahr am Rande der 29. Ausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur organisiert, bot die zwölfte Ausgabe dieser Konferenz fünf Verbänden die Möglichkeit, ihre Arbeit im Bereich der filmpädagogischen Vermittlung vorzustellen. Nachdem am Morgen die Teilnehmenden zu einer Vorführung des Programms «Sparks Junior», das ab 9 Jahren geeignet ist, eingeladen worden waren, präsentierten die Kurzfilmtage zu Beginn des Nachmittags ihren sehr umfangreichen Katalog an pädagogischen Angeboten für Primar-, Sekundar- und Mittelschulen.

Kino-Konferenz

Zuvor hatten Passion Cinéma und La Lanterne Magique die Gelegenheit, die Hintergründe einer neuartigen Form der Bildvermittlung zu enthüllen: der «Ciné-conférence». Dieses neue pädagogische Format besteht darin, eine Montage von Filmausschnitten zu zeigen, die mit einem filmischen oder gesellschaftlichen Thema zusammenhängen. Als Beispiel wurde ein Auszug aus der «Ciné-conférence» «Rassismus: vom Buch zur Leinwand» präsentiert, die vom Schweizerischen Dienst zur Bekämpfung des Rassismus unterstützt wird.

Für Schulklassen ab 14 Jahren angeboten, vermittelt diese «Ciné-conférence» Werkzeuge, um in anerkannten literarischen und filmischen Werken jene Stereotype zu erkennen, die jedem diskriminierenden Diskurs zugrunde liegen – mit dem Ziel, sie zu dekonstruieren.

Für jedes Alter

Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion konnten anschliessend alle Einzelheiten von Cinemini kennenlernen, einer Initiative, die von der Vereinigung Roadmovie in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern getragen wird. Cinemini bietet einen neuartigen, innovativen Ansatz zur Filmbildung, speziell für sehr junge Zielgruppen, und nennt das «Kino durch Spiel». Durch spielerische Aktivitäten setzen sich die Kleinsten mit der siebten Kunst als künstlerischer Schöpfung auseinander.

Danach zeigte der Verein Cinedolcevita, dass filmpädagogische Vermittlung in jedem Alter möglich ist. Ganz zu Recht als «Ciné-Club für Ältere» bezeichnet, bietet Cinedolcevita seit fast zwanzig Jahren in mehreren Städten in der deutschsprachigen Schweiz sowie in Freiburg Vorführungen für ein reiferes, cinephiles Publikum an – teilweise zu reduzierten Eintrittspreisen.

Ortsungebundene Vorführungen

Zum Abschluss dieser Gesprächsrunde lüftete das Festival du film et forum international sur les droits humains in Genf (FIFDH) den Schleier über seine umfangreiche Vermittlungsarbeit, die das ganze Jahr über betrieben wird – und nicht nur während der Festivaltage. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Brücken zwischen sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu schlagen, die Filme des FIFDH Menschen zugänglich zu machen, die daran gehindert oder marginalisiert sind, und insbesondere jene Werke hervorzuheben, die sie unmittelbar betreffen. Einige Vorführungen werden an externe Orte verlegt, etwa in Unterkünfte, Gefängnisse oder Krankenhäuser.

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