Am Dienstagabend, in Anwesenheit der Direktorin des Bundesamt für Kultur Carine Bachmann, der Schweizer Botschafterin in Deutschland Livia Leu und dem gesamten Filmteam, ging im Berlinale Palast der Vorhang auf für «Mother's Baby», in dem die Schweizerin Marie Leuenberger die Hauptrolle spielt. Die österreichische Regisseurin Johanna Moder inszeniert damit ein Drama, das die titelgebende Mutter in den Vordergrund rückt. Nach der Geburt ihres Kindes verspürt diese nicht das von ihr erwartete Mutterglück. Sie findet, das Kind verhalte sich seltsam, und es lässt sie fortan der Gedanke nicht mehr los, dass es nicht ihr Kind sei. Ihr Mann sowie das Personal der Privatklinik, die ihr den vermeintlich schwer zu erfüllenden Kinderwunsch, doch ermöglicht, halten sie für depressiv oder gar verrückt. Doch Julia lässt sich nicht beirren - und kommt einem Geheimnis auf die Spur.
An der Pressekonferenz sagte Schauspielerin Marie Leuenberger: «Mich hat das Drehbuch von Anfang an gepackt. Die Hauptfigur steckt in einem Zwiespalt zwischen ihren eigenen Empfindungen und den Erwartungen der Gesellschaft an sie. Das Drehbuch behandelt so viele Themen zum Muttersein, die noch immer tabuisiert werden».
Regisseurin Johanna Moder ergänzte: «Das Wichtigste war es uns, zu zeigen, was es noch für Facetten gibt, was da für Schmerz, Blut, Langeweile und Traurigkeit in diesem Thema der Mutterschaft steckt. Dass es nicht nur um Glückseligkeit geht. Wir wollten uns darauf konzentrieren, diese Palette der Emotionen zu zeigen. Bisher hat das nicht stattgefunden im Film. Das ändert sich, seitdem mehr Frauen Filme machen, und Frauen die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählen».
«Mother's Baby» ist eine Koproduktion zwischen Österreich und der Schweiz, die beteiligte Produktionsfirma aus der Schweiz ist Tellfilm. Der Film wird in der Schweiz über Filmcoopi vertrieben.