Cinéma 4DX
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Cinéma 4DX

Alexandre Ducommun 10. Januar 2025

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2009 zeigte CJ 4DPlex, eine Tochtergesellschaft des asiatischen TV-Giganten CJ CGV, zum ersten Mal einen Film in 4DX. Keine zwanzig Jahre später verzeichnet die Internetseite der koreanischen Unternehmensgruppe 1145 lizenzierte Kinos rund um die Welt. Die 4DX-Technologie verbindet 3D-Kino – wobei gewisse Filme auch ohne 3D gezeigt werden – mit physischen Effekten wie Wasser, Gerüchen oder Sitzen, die sich synchron zum Filmgeschehen bewegen, um einem breiten Publikum eine möglichst ganzheitliche Erfahrung zu bieten. Dieses Eintauchen hat jedoch seinen Preis für die Kinobetreiber und -betreiberinnen, denn sie müssen eine Lizenz erwerben und ihren Saal entsprechend ausstatten, einschliesslich diverser Rauch- und Schneemaschinen oder Ventilatoren, die einen Sturm nachahmen können. Diese Kosten schlagen sich auf die Eintrittspreise nieder, die in der Schweiz im Durchschnitt um rund zwölf Franken höher sind als bei Standardvorführungen und bis zu 33,90 Franken pro Kinokarte betragen. Hinzu kommt gegebenenfalls noch der Kauf einer 3D-Brille.

Nicht alle Filme eignen sich für 4DX. Am besten lassen sich Actionfilme umsetzen, oder allgemein Filme mit viel Bewegung, wie Animationsfilme. 2024 wurden rund fünfzig Filme für 4DX aufbereitet. Mehr als drei Viertel davon sind Hollywood-Grossproduktionen, doch auch einige asiatische Werke, insbesondere Animations-Verfilmungen japanischer Mangas, sind darunter. Das gesamte Angebot, das sich als Paket versteht, kommt von der Gesellschaft CJ 4DPlex, die mit den Produktionsstudios über die Umwandlung der fertigen Filme in eine 4DX-Erfahrung verhandelt, die Bewegungen und Effekte von ihren eigenen künstlerischen Teams programmieren lässt und die Filme dann in den lizenzierten Kinos vertreibt. Die gesamte 4DX-Ausstattung für die Kinosäle wird ebenfalls von der südkoreanischen Firma verkauft.

In der Schweiz gibt es vierzehn anerkannte 4DX-Kinosäle, was eine der höchsten Pro-Kopf-Quoten weltweit darstellt. All diese Säle befinden sich in Multiplex-Kinos der drei grössten Schweizer Betreiberfirmen Pathé Schweiz, Arena Cinemas und der zur Swisscom-Gruppe gehörenden Blue Cinema. In unseren Nachbarländern schreitet die Entwicklung nicht überall so rasant voran. Frankreich zählt immerhin rund fünfzig 4DX-Kinos, während Deutschland, Italien und Österreich zusammen auf nicht einmal ein Dutzend solcher Säle kommen. Dass die Schweiz so sehr auf 4DX setzt, mag erstaunen, umso mehr als gemäss der Jahresstatistik 2023 von Pro Cinema 4DX-Filme nur 3,6 Prozent der gesamten Eintritte ausmachten. Dies ist zwar mehr als andere Spezialformate – IMAX-Vorführungen generierten 2023 nur 1,8 Prozent der Schweizer Kinoeintritte – doch erfordert diese Technologie auch grössere Investitionen. Zu den von CJ 4DPlex auferlegten Kosten wollte sich Blue Cinema auf Anfrage nicht äussern

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