Thierry Jobin: «Prioritär ist die Stärkung der Partnerschaften mit Unternehmen und Stiftungen.»
@ FIFF Julien Chavaillaz

Thierry Jobin: «Prioritär ist die Stärkung der Partnerschaften mit Unternehmen und Stiftungen.»

Teresa Vena 9 mars 2026

Vom 20. bis zum 29. März findet die 40. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg (FIFF) statt. Der künstlerische Leiter des Festivals erzählt, welche Herausforderungen er im Rahmen dieses Jubiläum zu meistern hat.

copy linkshare facebookshare linkedinshare instagram

Zur 40. Ausgabe des Festivals haben Sie mehrere Neuheiten angekündigt, darunter die Einführung eines temporären Festivalzentrums. Welche Funktion wird dieses Zentrum haben?

Das Festivalzentrum hat eine dreifache Funktion: Das Erdgeschoss soll ein Begegnungsort sein, der allen offensteht, Besuchern und Besucherinnen des Festivals, aber auch der ganzen Bevölkerung und ganz besonders jenen, die das FIFF noch nicht kennen. Dort werden verschiedene Veranstaltungen stattfinden, und es gibt ein kleines, aber feines Verpflegungsangebot. Das Obergeschoss ist für Apéros und Anlässe unserer Partner vorgesehen, die sich dort in besonderem Ambiente treffen und austauschen können. Die dritte Funktion besteht darin, die Sichtbarkeit des Festivals im Herzen der Stadt zu erhöhen; der zentrale, zu Fuss erreichbare Standort zwischen dem Bahnhof und den Kinos Arena und Rex ist dafür ideal.

Haben Sie für die Realisierung dieses Zentrums besondere Partner?

Ja, mehrere: Charpentes Vial SA für die Miete und den Aufbau der Infrastruktur, das Restaurant Les Trentenaires für den Betrieb sowie Innoreg-FR, den Verband der Freiburger Regionen zur Umsetzung der Neuen Regionalpolitik, für die Realisierung des Projekts. Weitere Partnerschaften betreffen die Zulieferer, darunter La Semeuse und Swiss Wine Valais.

Slider image
Visualisierung Festivalzentrum. © zvg

Eine andere Neuheit ist ein neu geschaffener Preis, der Fribourg Cinema Award. Was erwarten Sie von dieser Initiative?

Der Fribourg Cinema Award ist ein gemeinsames Projekt des FIFF und der Universität Freiburg. Er wird in Zukunft jedes Jahr an eine Persönlichkeit verliehen, welche die Welt mit ihrem Filmschaffen auf herausragende Weise bereichert. Erste Preisträgerin ist die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania. Sie wird anlässlich der Schlussfeier des FIFF ein echtes Universitätsdiplom erhalten, eine einzigartige Auszeichnung in der Festivalwelt. Der Preis soll besonders inspirierende Filmschaffende würdigen, die sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens befinden. Dies stärkt auch unsere fruchtbare Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg und erhöht die internationale Ausstrahlung des Festivals und Freiburgs.

Slider image
Kaouther Ben Hania erhält den ersten Fribourg Cinema Award. © Ammar Abd Rabbo

Ab 2027 fallen die Unterstützungsbeiträge der DEZA für das Festival weg. Welche Konsequenzen hat dies für Ihr Budget und wie passen Sie sich der neuen Situation an?

Die Unterstützung der DEZA beläuft sich auf 300’000 Franken, das sind etwa 10 Prozent des Budgets des Festivals. Unser Ziel ist, ein besseres Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Einnahmequellen zu erreichen: eigene Einnahmen, öffentliche Beiträge, Partnerschaften mit Unternehmen und Beiträge von Stiftungen. Prioritär ist die Stärkung der Partnerschaften mit Unternehmen und Stiftungen. Da sind wir bereits gut unterwegs, mit über zehn neuen Partnerunternehmen und -stiftungen. Seit Januar 2025 arbeitet ein eigens angestellter, spezialisierter Mitarbeiter an der Entwicklung der Partnerschaften.

Dafür ist die Verankerung des FIFF in der Freiburger Wirtschaft wesentlich.

Diese Verankerung ist uns sehr wichtig, auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene. Das Festival dient auch als Schaufenster, und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Wirtschaftssektoren unter die Lupe zu nehmen, deren Hauptakteure und Hauptakteurinnen zu identifizieren und die Schlüsselpersonen zu treffen. Zudem gibt es eine ganze Palette an Partnerangeboten, von Zulieferern bis zu Hauptpartnern, oder auch den FIFF-Club für unsere Mäzene.

À lire également