Cannes 2026: Schweizer Präsenz

Adrien Kuenzy 26. April 2026

Die Schweiz wird in mehreren Sektionen des Festival de Cannes 2026 mit sechs Filmen vertreten sein, darunter Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzformate. In der Sektion Un Certain Regard präsentiert Katharina Rivilis «I’ll Be Gone in June» (120 Min.), eine Koproduktion mit minoritärer Schweizer Beteiligung. Die Semaine de la Critique zeigt zwei Filme: «Dua» (100 Min.) von Blerta Basholli sowie den dokumentarischen «I Think You Should Be Here» (12 Min.), gemeinsam realisiert von Anna-Marija Adomaitytė und Elie Grappe. Bei ACID Cannes läuft der «Virages»(89 Min.) von Céline Carridroit und Aline Suter. Die Quinzaine des Cinéastes präsentiert ebenfalls einen Dokumentarfilm: «Gabin» (105 Min.) von Maxence Voiseux. Schliesslich ist in der Sektion La Cinef, die Filmhochschulproduktionen gewidmet ist, «Always Wanted to Be God, Never Wanted to Do Good» (21 Min.) vertreten, ein hybrider Film von Noa Epars und Marvin Merkel.

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Deutschland will Filmförderung kürzen

Nachdem das Budget für die nationalen und internationalen Produktionen, die sich verpflichten, auf dem deutschen Gebiete zu drehen für 2026 auf 250 Millionen Euro erhöht wurde, soll es 2027 wieder auf 200 Millionen gekürzt werden. Diese Anreizförderung war dermassen erfolgreich, dass der Betrag für 2026 bereits fast ausgeschöpft ist. Das zeigt auch das Bedürfnis und die Notwendigkeit seiner Existenz, weswegen sich die deutsche Filmbranche aktuell gegen eine angekündigte Kürzung zu wehren versucht.


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In den USA hält der Streit um die Warner-Übernahme durch Paramount Skydance weiter an. Unterstützt durch die Staatsanwaltschaft von zwölf US-Bundesstaaten, stellen sich die Autorengewerkschaft WGA und die Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA mit dem Argument einer Kartellrechtsverletzung gegen die Fusion. Die Regiegewerkschaft DGA fordert nun für eine Deeskalation Zugeständnisse von Paramount und appelliert auf eine aussergerichtliche Einigung. Die Zusicherung von einer jährlichen Mindestanzahl von Kinoproduktionen und einer Mindestauswertung im Kino will Paramount bereits versichert haben. Gleichzeitig droht das Studio aktuell mit dem Rückzug aus Kalifornien. Für Paramount ist die Verzögerung der Übernahme teuer, denn gemäss Übernahmevertrag zahlt das Studio pro Tag, an dem die Fusion nach dem 30. September nicht abgeschlossen wird, eine Ausfallgebühr von 7 Millionen US-Dollar.