Deutschland will Filmförderung kürzen

Teresa Vena 14. September 2026

Nachdem das Budget für die nationalen und internationalen Produktionen, die sich verpflichten, auf dem deutschen Gebiete zu drehen für 2026 auf 250 Millionen Euro erhöht wurde, soll es 2027 wieder auf 200 Millionen gekürzt werden. Diese Anreizförderung war dermassen erfolgreich, dass der Betrag für 2026 bereits fast ausgeschöpft ist. Das zeigt auch das Bedürfnis und die Notwendigkeit seiner Existenz, weswegen sich die deutsche Filmbranche aktuell gegen eine angekündigte Kürzung zu wehren versucht.

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Tilly Norwood bald im Kino

Der erste Spielfilm mit der KI-generierten Schauspielerin Tilly Norwood steht bevor. Das Londoner Unternehmen Particle 6 entwickelt eine Tragikomödie, in der Tilly die Hauptrolle in einer sich um KI drehenden Geschichte spielen soll. Am ZFF-Summit wird die Erschafferin von Tilly, Eline van der Velden, anwesend sein.


Warner-Übernahme durch Paramount unter Druck

In den USA hält der Streit um die Warner-Übernahme durch Paramount Skydance weiter an. Unterstützt durch die Staatsanwaltschaft von zwölf US-Bundesstaaten, stellen sich die Autorengewerkschaft WGA und die Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA mit dem Argument einer Kartellrechtsverletzung gegen die Fusion. Die Regiegewerkschaft DGA fordert nun für eine Deeskalation Zugeständnisse von Paramount und appelliert auf eine aussergerichtliche Einigung. Die Zusicherung von einer jährlichen Mindestanzahl von Kinoproduktionen und einer Mindestauswertung im Kino will Paramount bereits versichert haben. Gleichzeitig droht das Studio aktuell mit dem Rückzug aus Kalifornien. Für Paramount ist die Verzögerung der Übernahme teuer, denn gemäss Übernahmevertrag zahlt das Studio pro Tag, an dem die Fusion nach dem 30. September nicht abgeschlossen wird, eine Ausfallgebühr von 7 Millionen US-Dollar.


71 Prozent

Gemäss einer Umfrage unter etwa 500 Regiepersonen aus Spiel-, Dokumentar- und Werbefilm, die in Deutschland aktiv sind, gaben 71 Prozent an, ihren Lebensunterhalt nicht alleine aus ihrer Regiearbeit bestreiten zu können. 37 Prozent dächten über einen Ausstieg nach.