Lex Netflix: Die Millionen steigen, die Plattformen entscheiden
Zwei Jahre nach ihrem Inkrafttreten sind die mit der «Lex Netflix» verbundenen Investitionen um 25 Prozent gestiegen. In Locarno hat das BAK die Bilanz für 2025 vorgestellt.
Mitteilung UNIC / Sophie Dascal / kah 10. August 2020
Der internationale Dachverband UNIC (International Union of Cinemas), dem Kinoverbände und -betreiber aus 38 europäischen Ländern angehören, ruft zu Solidarität auf, damit sich die Kinobranche erhole und das Publikum in die Säle zurückkehre.
Neue Filme sollten zuerst und exklusiv in den Kinos laufen; auch Zeitfenster in der Auswertung seien zum Schutz der Kinos wesentlich. Dabei handle es sich um ein erprobtes Geschäftsmodell, das zugleich Vielfalt garantiere, so der Kino-Dachverband in seinem Aufruf.
UNIC appelliert auch zu Solidarität: Wenn die grossen Studios den Kinos Blockbuster-Filme so lange vorenthielten, bis sich die US-Branche erholt habe, werde es für viele europäische Kinos zu spät sein zum Überleben.
Der Aufruf spielt auch darauf an, dass Disney den lange erwarteten Film «Mulan» am 4. September statt im Kino online lancieren will –auf der eigenen Plattform und zum stolzen Preis von (annähernd) 30 Franken.
Auch wenn dieses Auswertungsmodell nicht ganz neu ist: Falls die Gewinne im Fall von «Mulan» gut sein werden, wird das sicher nicht der letzte Blockbuster sein, der zum Schaden der Kinobetreiber als VOD-Premiere lanciert wird, wie nicht nur Variety mutmasst.
https://variety.com/2020/film/news/mulan-disney-plus-premiere-1234711185/