Politisches Engagement
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Teresa Vena 28. März 2024

Interview mit Matthias Michel, Aushängeschild von Cinéconomie.

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Der Zuger Ständerat Matthias Michel (FDP) hat die Präsidentschaft von Cinéconomie übernommen. Michel spielt selbst Klavier und präsidiert ein regionales Profiorchester. Verbunden mit seinem breiten Interesse an kulturellen Themen (er ist unter anderem Vizepräsident der Kommission Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates und Ko-Präsident der parlamentarischen Gruppe Kultur) ist er ein geeignetes Aushängeschild für die neue Allianz, auch wenn er bisher keinen direkten Bezug zur Filmbranche hatte. «Kultur existiert nicht isoliert», sagt Michel, «sie ist mit der Gesellschaft und zahlreichen Wirtschaftsfeldern vernetzt». Für Michel besteht gleichwohl kein Zweifel daran, dass man filmisches Schaffen nicht einfach an seiner Rentabilität zu messen hat. Mit einer entsprechenden politischen Abstützung aber könnte seiner Meinung nach die Bedeutung des Filmsektors für die gesamtschweizerische Wirtschaft hervorgehoben und gefördert werden. «Der Schweizer Film ist zudem eine Imagekampagne für die Schweiz», so Michel, «um Investitionen zu begünstigen, braucht es allerdings die richtigen Voraussetzungen». Mit dem neuen Filmgesetz sei Bewegung in der Branche zu erwarten. Gemeinsam mit der Tourismus- oder der Veranstaltungsbranche beispielsweise liessen sich Rahmenbedingungen schaffen, die die Stellung des Filmstandorts Schweiz stärken würden. Aktuell suche die Allianz nach Zusammenarbeit und Synergien. Sicher werden die verschiedenen Filmkommissionen der Schweiz zu wichtigen Partnern werden, aber auch erste Verbindungen zur Beherbergungsbranche wurden schon geknüpft. Engagiert hat sich Cinéconomie mit einer offiziellen Stellungnahme bereits konkret bezüglich der parlamentarischen Initiative «Fluri», die die Vergabe von Aufträgen an Dritte durch die SRG stärker reglementieren will. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen der eidgenössischen Räte wird in den nächsten zwei Jahren einen entsprechenden Gesetzesentwurf ausarbeiten. «Namentlich finden für das parlamentarische Publikum auch regelmässig Filmveranstaltungen statt». Während der Sommersession richtet Cinéconomie gemeinsam mit der parlamentarischen Gruppe Film und Cinésuisse eine Veranstaltung aus: «Das ist eine gute Plattform, um für die Interessen der Schweizer Filmbranche einzustehen. Dabei schlägt die Allianz auch die Brücke zur Ausrichtung der Europäischen Filmpreise im Dezember in Luzern», ergänzt Michel. (tev)

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