Nummer 500

Nummer 500

16. Mai 2018

In einer Woche ist es soweit.

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In einer Woche ist es soweit. Dann atmen wir auf – oder
machen uns an die Arbeit. Im Worst case, im Fall einer
Annahme von No-Billag also, gälte es, mal schnell die
gesamte Filmförderung in der Schweiz auf den Kopf zu
stellen. Notlösungen zu suchen (für jene Projekte etwa, die
auf Geld von der SRG zählen, das nicht mehr ausgezahlt
werden kann). Zu improvisieren. Und überhaupt manches
selbstverständlich Gewordene zu überdenken.

Die Zahlen sind bekannt: In acht von zehn der erfolg-
reichsten Schweizer Filme von 2017 steckt Geld der SRG.
Dank dem Pacte de l’audiovisuel und weiteren Verträgen
fliessen jährlich rund 40 Mio Franken in den Schweizer Film
– rund ein Drittel des gesamten Fördervolumens. «Wird die
Initiative angenommen, stoppen wir am 5. März die Koproduktionen und schauen mit den Partnern des Pacte, wie
wir aus dem Vertrag aussteigen können», sagte Sven Wälti
kürzlich dem Tages-Anzeiger. Geklärt werden müsste dann
auch, was mit den laufenden Verträgen zwischen SRG und
Produktionsfirmen geschieht; davon gibt es mehrere Hundert (!).

Doch auch im Fall einer Ablehnung der Initiative,
wonach es bis jetzt glücklicherweise aussieht, dürften sich
ein paar Dinge ändern – dass die SRG sparen muss, steht ja
jetzt schon fest. Es fragt sich nur, wie dies geschehen wird.

Cinébulletin wird die Diskussionen aufnehmen, wie auch
immer am 4. März abgestimmt wird. 

A propos Cinébulletin: Dies ist die Nummer 500, Tatsache. Auf eine Sonderausgabe haben wir verzichtet,
schliesslich haben wir 40 Jahre CB schon ausgiebig zelebriert, mit einer Reihe von Texten früherer Redaktorinnen
und Redaktoren.

Statt zurück schauen wir also lieber voraus. Zum einen,
soviel sei verraten, wird unsere Website gerade komplett
überarbeitet – wir halten Sie auf dem Laufenden. Zum
anderen sind wir froh, dass sich in der Zusammensetzung
unserer Redaktion bis auf weiteres nichts ändert – die
Arbeit im Team macht Freude, die Auseinandersetzun-
gen bereichern. Wer «Die vierte Gewalt» von Dieter Fahrer
gesehen hat, weiss, dass das in Zeiten von Strukturwandel,
Digitalisierung und Spardruck in Verlagshäusern schon
mal eine gute Nachricht ist. Auch Cinébulletin leistet seinen Beitrag zu jener Medienvielfalt, die gerade überall
beschworen wird. Davon sind wir überzeugt.

Wir wünschen gute Lektüre – und stimmen Sie ab! 

Kathrin HalterundPascaline Sordet

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