Mehr Drehbücher!

Mehr Drehbücher!

14. November 2017

Ohne gute Drehbücher keine guten Spielfilme.

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Ohne gute Drehbücher keine guten Spielfilme. Mehr braucht
es davon, besser müssen sie werden, gerade in der Schweiz.
Das geht nicht ohne Drehbuchförderung, auch diese muss
besser werden...

Wie oft schon wurden solche Sätze repetiert, umformuliert, mit neuen Ausrufzeichen versehen? Es gibt nur wenige
Forderungen, über die man sich in der Branche dermassen
einig zu sein scheint. Oder etwa nicht?

In Zürich tut sich nun etwas. In ihrer ersten Totalrevision
der Förderreglemente hat die Zürcher Filmstiftung vieles
umgebaut. Die Drehbuchförderung gehört zu jenen Bereichen, die am sichtbarsten profitieren. Nicht nur gibt es
höhere Maximalbeiträge. Neu kann in drei Schritten die
gesamte Stoffentwicklung eines Projekts unterstützt werden, beim Spielfilm etwa vom ersten Exposé bis hin zur Dreh-
buch-Endfassung.

Eine andere Politik betreibt Cinéforom. Nach Absprache
mit dem Vorstand zweier Verbände (Fonction:Cinéma und
AROPA) hat der Westschweizer Filmförderer die selektive
Entwicklungsförderung abgeschafft und durch eine Automatik ersetzt – lesen Sie dazu unseren Beitrag. Mit den anderen

Regionalförderern wurde diese Änderung dem Vernehmen
nach nicht abgesprochen. Ob man sich mit dem neuen
Modell, trotz Protestbrief, in der Romandie noch anfreundet,
wird sich zeigen.

Auch im Auftrag des Fernsehens werden Drehbücher
geschrieben. Speziell ist es, was die Autoren von «Private
Banking» – Regisseurin Bettina Oberli und ihre Koautoren
Thomas Ritter und David Sandreuter – erlebt haben. Der
180-minütige Film aus dem Umfeld der Zürcher Privatbanken
wird Mitte Dezember auf SRF ausgestrahlt, rund ein Monat
nach der Première von «Quartier des banques», dem Sechsteiler von Fulvio Bernasconi auf RTS. Zunächst als Serie
geplant, sah sich «Private Banking» zeitweise in Frage gestellt
und wurde schliesslich zum Zweiteiler umgeschrieben.

Mit dem Resultat sind die Autoren nun trotzdem glücklich.
Wir haben mit ihnen über ihre Teamarbeit und die Zusammenarbeit mit dem Fernsehen gesprochen. Und freuen uns
auf weitere ambitionierte Mehrteiler.

Kathrin Halter

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