Gerhard Andrey nouveau président du FIFF
Gerhard Andrey prend la présidence du Festival international du film de Fribourg.
Adrien Kuenzy 18 septembre 2026
Mehr Dreharbeiten und Postproduktionen nach Genf holen: Das beabsichtigt die neu gegründete Geneva Film Commission. Die für Wirtschaft, Arbeit und Energie zuständige Staatsrätin Delphine Bachmann erläutert, mit welchen Hebeln welche Ziele erreicht werden sollen.
Der Wettbewerb in der Wirtschaft wird immer härter. 2024 führten wir eine Studie zur Genfer audiovisuellen Branche durch (Anm. d. Red.: Eco’Diagnostic), die das Potenzial eines Anreizsystems aufzeigte. Unser Ziel ist es, in- und ausländische Produktionen zu gewinnen und als Nebeneffekt das lokale Wirtschaftswachstum zu fördern. Mit einem solchen System können wir auch Tätigkeitsfelder weiterentwickeln, die in Genf noch nicht voll ausgebaut sind.
Wir haben uns für zwei Instrumente entschieden: einem «Film Office» mit einer Ansprechperson, das bei den Formalitäten zur Nutzung des öffentlichen Raums unterstützt, Genf als Drehort bewirbt und die Produktionsteams begleitet. Dazu kommt ein System zur Rückerstattung eines Teils der Produktionskosten, wenn Genf als Drehort gewählt wird. Wir hielten dies für das beste Modell.
Der Fonds zielt auf keine bestimmte Art von Produktionen ab. Er ist eine wirtschaftliche Massnahme, die die anderen Förderinstrumente ergänzt. Wir wollen Produktionen dazu bewegen, nach Genf zu kommen und im Kanton ansässige Dienstleister zu nutzen. Durch die mindestens zu 70 Prozent gesicherte Finanzierung können wir sicherstellen, dass die eingereichten Projekte reale Erfolgschancen haben.
Genf zeichnet sich vor allem durch Kompetenzen mit hohem Mehrwert aus, insbesondere in den Bereichen Bild, Ton, visuelle Effekte und digitale Technologien. Indem wir auf diese Fähigkeiten setzen, können wir sie auch bekannter machen.
Ja, natürlich, wir sind bereit. Alle stehen in den Startlöchern, und die Kapazitäten sind vorhanden. Wir hoffen, dass das Förderinstrument regen Zuspruch findet, und sind bereit, es wenn nötig anzupassen.
Wir berücksichtigen die Anzahl der Arbeitsplätze, der aktiven Unternehmen sowie der eingereichten und genehmigten Projekte, und pflegen einen regen Austausch mit der gesamten Branche. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen für andere Sektoren wie Hotellerie, Gastronomie und weitere lokale Unternehmen.
Ja, wir wollten die Möglichkeit haben, grosse Produktionen anzuziehen. Vielleicht wird es Jahre geben mit einer grossen Produktion und andere mit mehreren kleineren. Eine Grossproduktion, die in Genf dreht und anschliessend Bilder unseres Kantons auf der ganzen Welt verbreitet, kann uns auch zu mehr Sichtbarkeit verhelfen
Wir geben die Namen unserer privaten Partner nicht bekannt. Ihre Beteiligung ist an keine Bedingungen geknüpft, und sie haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen. Das Reglement wurde vom Staatsrat verabschiedet, und der Gesetzesentwurf vom Grossen Rat. Der Fonds ist so aufgebaut, dass Privatpersonen, Vereine und Stiftungen sich daran beteiligen können. Alle sind willkommen, und es ist noch nicht zu spät: Wir sind offen für neue Partnerschaften.
Das «Film Office» ist bei der Fondation Genève Tourisme & Congrès untergebracht, die in den Bereichen Förderung und Sichtbarkeit bereits sehr aktiv ist. Wir wollen diese Kompetenz nutzen, um das neue Förderinstrument und Genf als Drehort bekannt zu machen. Während der Entwicklung standen wir stets im Austausch mit den Akteuren und Akteurinnen der Branche, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen und von ihrer Erfahrung zu profitieren.
Wir wollten ein möglichst einfaches und reaktives Instrument schaffen. Das «Film Office» begleitet die Produzierenden bereits vor der Projekteingabe, um sicherzustellen, dass die Dossiers vollständig, konform und zulässig sind. Die kantonale Kommission für Audiovisuelles tagt mindestens viermal pro Jahr, und wenn nötig können zusätzliche Sitzungen einberufen werden.