Kameramann Hans Ulrich Schenkel gestorben
Hans Ulrich Schenkel (Bild: zvg)

Kameramann Hans Ulrich Schenkel gestorben

ssfv / kah 18. Januar 2022

Am 8. Januar ist der Kameramann und Fotograf Hans Ulrich Schenkel (1946-2022) im Alter von 76 Jahren überraschend gestorben.

 

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«Hans-Ueli hat während rund fünfzig Jahren in unzähligen Spiel- und Dokumentarfilmen als Chefkameramann gewirkt und mit seiner Kamera viele magische Momente eingefangen», so formliert es der SSFV in seinem Nachruf. Schenkel war seit 1981 SSFV-Mitglied. Er wurde, so der Verband, von den Kolleg:innen ebenso geschätzt wie von Produzent:innen und Regisseur:innen: «Gerne erinnern wir uns an die vielen intensiven Momente auf den Drehs mit Hans-Ueli – immer grossherzig und engagiert. Seine einfühlsame Kamera bleibt in unseren Filmen erhalten».

Hans Ulrich Schenkel war seit 1974 als freischaffender Kameramann tätig. Er hat unter anderem mit Heinz Bütler und Beat Kuert, Christian Iseli und Christoph Schertenleib, Gitta Gsell, Dieter Gränicher, Yusuf Yesilöz oder Peter Volkart zusammengearbeitet (siehe untenstehende Filmliste). Beim Zürcher Filmpreis 2005 erhielt er für seine langjährige Verdienste als Kameramann einen mit 10.000 Franken dotierten Preis.

Nach einer Lehre als Feinmechaniker besuchte Schenkel von 1969 bis 1971 die Bayerische Staatslehranstalt für Photographie in München, wo er zum Fotografen ausgebildet wurde. Zwischen 1972 und 1976 arbeitete er als freischaffender Fotograf und Kameramann und anschließend von 1976 bis 1980 an der ETH Zürich als Fotograf und Fachberater.

 

Die Gedenkfeier und Urnenbeisetzung findet Anfang Februar statt, der Termin wird noch bekanntgegeben.

 

Filmografie Dokumentar- und Spielfilme (Auswahl):

1974        Dok-Film lang         «Ein Streik ist keine Sonntagsschule» von Hans Stürm und M. Knauer

1979        Spielfilm lang          «Schilten» von Beat Kuert

1980        Spielfilm lang          «Nestbruch» von Beat Kuert

1981        Dok-Film lang         «Zur Besserung der Person» von Heinz Bütler

1982        Spielfilm lang          «Das Flugjahr» von Markus Fischer

1982        Spielfilm lang          «Die Zeit ist böse» von Beat Kuert

1983        Spielfilm lang          «Melzer» von Heinz Bütler

1983        Spielfilm lang          «Pi-errotische Beziehungen» von Beat Kuert

1984        Spielfilm lang          «Martha Dubronski» von Beat Kuert

1984        Dok-Film lang         «El pueblo nunca muere» von Mathias Knauer (teilweise)

1984        Spielfilm lang          «Lieber Vater» von Heinz Bütler

1985        Dok-Film lang         «FRS – Das Kino der Nation» von Christoph Kühn

1985        Spielfilm lang          «Noah und der Cowboy» von Felix Tissi

1986        Dok-Film lang         «Die sinkende Arche» von Bernhard Lehner und Konrad Wittmer

1986        Dok-Film lang         «Wir und die sogenannten Normalen» von Mike Wildbolz

1987        Dok-Film lang         «Im Lande Kollombye» von Heinz Bütler

1987        Dok-Film lang         «Hauser Johann» von Heinz Bütler

1987        Spielfilm lang          «Deshima – Inseln der Fremden» von Beat Kuert

1987        Spielfilm lang          «Personaggi e interpreti» von Heinz Bütler

1988        Dok-Film lang         «Ein anderes Leben» von Mike Wildbolz

1988        Dok-Film lang         «Was geht mich der Frühling an…» von Heinz Bütler

1989        Dok-Film lang         «Luna Luna» von Heinz Bütler und André Heller

1989        Dok-Film lang         «Rain in Swing City» von Konrad Wittmer und Bernhard Lehner

1990        Spielfilm lang          «Chartres» von Heinz Bütler

1990        Dok-Film lang         «Die letzten freien Menschen» von Oliver M. Meyer

1992        Dok-Film lang         «Die Insel» von Martin Schaub

1992        Dok-Film lang         «Der schweigende Stern» von Christoph Kühn

1993        Dok-Film lang         «Der Bauernstand» von Christian Iseli

1994        Spielfilm kurz          «His Mothers Voice» von Oliver Paulus

1994        Spielfilm lang          «Liebe Lügen» von Christoph Schertenleib

1995        Dok-Film lang         «Blume, Fux und Bierverschiss» von Steff Bossert

1995        Spielfilm kurz          «Toms Traumfrau» von Manuela Stingelin

1996        Spielfilm lang          «Die Propellerblume» von Gitta Gsell

1997        Dok-Film lang         «Steinauer – Nebraska» von Karl Saurer (teilweise)

1997        Spielfilm kurz          «Sieben Minuten früher» von Oliver Paulus

1997        Dok-Film lang         «Brain Concert» von Bruno Moll

1998        Spielfilm lang          «Grosse Gefühle» von Christoph Schertenleib

1999        Dok-Film lang         «Transito» von Nino Jacusso

2000        Spielfilm kurz          «Das Geschenk» von Oliver Paulus

2000/02  Dok-Film lang         «Seelenschatten» von Dietrich Gränicher

2000        Dok-Film lang         «Die andere Hälfte»“von Isolde Marxer

2001        Dok-Film lang         «Ricco» von Mike Wildbolz (teilweise)

2001        Dok-Film kurz         «Onoma» von Gitta Gsell (20 kurze Dorfportraits für Expo 2002)

2001/04  Dok-Film lang         «Gramper und Bosse» von Edwin Beeler

2003        Spielfilm lang          «Lücken im Gesetz» von Christoph Schertenleib

2004        Spielfilm lang          «Das Paar im Kahn» von Marie-Louise Bless

2004        Dok/Spiel kurz        «Terra Incognita» von Peter Volkart

2004        Dok-Film kurz         «Venedig soll sehr schön sein» von Bruno Moll

2005        Dok-Film lang         «Irene Schweizer» von Gitta Gsell

2005        Dok-Film kurz         «Zwischen den Welten» von Yusuf Yesilöz

2006        Dok-Film lang         «Rajas Reise» von Karl Saurer (teilweise)

2006        Dok-Film kurz         «Telling Strings» von Anne-Marie Haller (teilweise)

2006        Dok-Film kurz         «Bauern zum Trotz» von Christian Iseli

2007        Dok-Film kurz         «Musik Liebe» von Yusuf Yesilöz

2008        Dok-Film lang         «Bödälä» von Gitta Gsell

2008/09  Dok-Film kurz         «Grenzgänge mit Andrea Vogel» von Dieter Gränicher

2009        Dok-Film kurz         «Fremde Nachbarn – Muslime in der Schweiz» von Yusuf Yesilöz

2010        Dok-Film kurz         «Familie Egloff – Ein filmisches Portrait» von Dieter Gränicher

2010        Dok/Spiel kurz        «Zimmer 808»von Peter Volkart

 

 

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