Internationalen Kurzfilmtage Winterthur: Stellungnahme zum Ausstieg der Zürcher Kantonalbank als Hauptsponsorin
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Internationalen Kurzfilmtage Winterthur: Stellungnahme zum Ausstieg der Zürcher Kantonalbank als Hauptsponsorin

Mitteilung 26. Oktober 2025

Internationale Kurzfilmtage Winterthur

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Nach der diesjährigen Festivalausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur (4.–9. November 2025) starten wir in unser 30. Lebensjahr. Zeit, uns von den Eltern abzulösen, erwachsen zu werden und in die grosse, weite Welt hinauszugehen. Wir nutzen die bevorstehende 29. Festivalausgabe deshalb auch dazu, unsere langjährige Hauptsponsorin, die Zürcher Kantonalbank, zu verdanken und zu verabschieden.

Die Partnerschaft zwischen der Zürcher Kantonalbank und den Kurzfilmtagen hat eine lange Geschichte. Während dieser 24 Jahre haben wir uns als Verein und als Festival von einem lokalen Filmevent zu einer schweizweit einzigartigen und international bedeutenden sowie geschätzten Kulturinstitution in der Filmbranche und darüber hinaus entwickelt. Als einziges Schweizer Kurzfilmfestival dieser Grössenordnung sind wir für das Schweizer Filmschaffen und insbesondere für junge Talente über die Jahre zu einer unabdingbaren Förderungs- und Vernetzungsplattform geworden. Wir danken der Zürcher Kantonalbank für die treue Begleitung in dieser Entwicklung.

Diese Ablösung geht nicht spurlos an uns vorbei. Durch den Wegfall des Sponsorings fehlt den Kurzfilmtagen Geld in der Kasse, um den Betrieb langfristig aufrechtzuerhalten, Mitarbeitende zu bezahlen, der Stadt Winterthur weiterhin einmalige Filmerlebnisse und der Kurzfilmbranche eine wichtige Plattform zu bieten. Diese Herausforderungen sind nicht neu. Im Vergleich mit anderen Festivals dieser Grösse müssen die Kurzfilmtage schon lange mit einem sehr tiefen Budget wirtschaften. Einsparungsmöglichkeiten sowie das Potenzial der Eigenfinanzierung sind zu einem grossen Teil ausgeschöpft. Das Ende der Partnerschaft stellt uns darum vor eine existenzielle Herausforderung, die für den Fortbestand der Kurzfilmtage gelöst werden muss.

Mit den 30 Jahren Vereins- und Festivaltätigkeit konnten wir uns einen stabilen Boden, ein breites Know-how und einen grossen Erfahrungsschatz aufbauen. Dies hat uns nicht nur durch eine Pandemie und einen Standortwechsel, sondern auch durch tiefgreifende Veränderungen in der Film- und Kinorezeption durch das Aufkommen von Streamingdiensten getragen. Als kreatives und dynamisches Team nehmen wir auch diese Herausforderung an und sind gespannt, wie es mit den Kurzfilmtagen weitergeht. Wir freuen uns auf vieles, was die Zukunft bringt: auf neue Partner:innen, neue Möglichkeiten – und im Moment vor allem auf das bevorstehende Festival.

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